Montag, 10. Dezember 2007

Weihnachten naht

So noch 7 Tage dann werde ich das schöne Bangor erst einmal bis Januar verlassen...

Ein bisschen wehmütig bin ich ja jetzt schon, letzte Woche hatten wir einige Kurse das letzte mal und ich war schon etwas traurig, da man nun richtig merkt das es dem Ende zu geht. Wo ist nur die ganze Zeit hin???? Die Zeit hier verging so schnell schon erschreckend.

Dann fange ich erstmal wieder da an wo ich das letzte mal aufgehört habe. Nachdem Sabrina wieder abgereist war begann eine recht stressige Zeit für mich. In der Uni wurde wie bereits vorher gut angezogen. So hatte ich innerhalb von 10 Tagen, 3 assignments, 1 coursework und eine Präsentation zu machen. Die assignments gingen von Telefonaten, über grammar reviews zu job applications und Cvs. Alles wieder eine super Vorbereitung fürs wahre Lebe. Bei dem phoning task mussten wir aus 20 Möglichkeiten, 2 auswählen und dort anrufen. Dies waren Fahrpreisauskuenfte Touristen Information usw. also echte Telefonate. Danach mussten wir dann einen Bericht über die Informationen die wir erlangt haben und die Schwierigkeiten schreiben. Bei der job application sagt es eigentlich schon der Name wir mussten Bewerbungen schreiben auf Englisch mit Anschreiben und Lebenslauf, auch ne gute Uebung da es dort auch bestimmte Dinge gibt auf die man achten muss. Der schlimmere Teil der Aufgaben war die Coursework für meinen Kurs "Marketing Strategy and Management". Hier mussten wir eine Wissenschaftliche Hausarbeit über bestimmte Themen schreiben die wir dann selbstaendig einschränken mussten. Hierfür mussten wir dann eine gewisse Anzahl an Wissenschaftlichen Texten aus Journalen benutzen. Schon nicht so einfach da das richtige zu finden. Ich hatte mich von Anfang an für Branding entschieden als Thema. (jetzt wird es etwas technisch) Nur wie schränke ich das jetzt ein? Zuerst wollte ich als Thema nehmen. "Der Einfluss von branding im Konsumgütermarkt" und dort auf den Einfluss von Discountermarken aufmerksam machen. Naja hierzu hatte ich nur 3 Wissenschaftliche Texte gefunden und wir sollten mindestens 10 verwenden, also ging die Suche weiter. Das nächste Thema was ich mich interessiert hatte war "Die Verwendung von branding in der Werbung um Wettbewerbsvorteile zu erlangen" naja wieder das gleiche gerade mal einen Text dazu gefunden. Naja so musste ich mir dann doch ein etwas allgemeineres Thema suchen und nahm "Brand equity" (Markenwert). Hierzu fand ich dann einige Journale, nun war die Frage wie diese verlinken und welche Struktur soll die Arbeit haben? Naja die Journale die ich dann gefunden habe passten nicht perfekt, aber ich denke das ich am Ende eine recht gute Zusammenstellungen hinbekommen habe. Nachdem ich Anfangs erst einmal geklart hatte was Brand equity ist und die verschiedenen Sichten erklärt hatte, machte ich mich an die Frage ob messbare und nicht messbare Attribute einen Einfluss auf den Markenwert haben und wie stark diese sind, im nächsten Teil hatte ich geklärt wie man den Markenwert berechnen kann und habe dann in dem schwersten Teil versucht mehrere Wissenschaftliche Erkenntnisse zu verlinken und einen Zusammenhang zwischen customer loyalty, trust and brand equity (Kundentreue, Vertrauen und Markenwert) herzustellen. Im nächsten teil bin ich dann auf eine Anwendung von Brand Equity im Co-Brannding (2 Marken verlinken) eingegangen und habe im letzen Teil an einem realen Beispiel gezeigt wie Brand Equity gebildet wird. Mal sehen wie es geworden ist fuer die Hausarbeit hatte ich knapp 16 Journalauszuege mit je 5-16 Seiten gelesen, auf Englisch also so um die 130 Seiten :) und wenn man teilweise nur ein englisches Wort falsch versteht ist die These schon falsch. Naja mal sehen was dabei rauskommt. Stolz bin ich auch jeden Fall so ne Arbeit auf Englisch geschrieben zu haben. Sie hatte mich auch nochmal richtig Kraft gekostet und ich hatte mehrere Tage bis Nachts um 4 Uhr dran gesessen, mein bester Freund war zu der Zeit Mr. Kaffe :)
Hier der link zu der Hausarbeit falls sie sich mal jemand anschauen möchte:

Hausarbeit- Marketing Strategy and Management

Naja die naechste grosse Aufgabe in der Uni war dann eine Präsentation auf Englisch zu halten. Uih da hatte ich ja bevor ich hier her bin ganz schön angst davor... Naja das gute war wir durften uns das Thema aussuchen und der fachliche Hintergrund musste nicht ganz so stark erklärt werden. Naja so nahmen wir in Business English als Thema das vorstellen einer neuen Firmenstrategie. Ich konnte mir es auch da nicht nehmen lassen wieder etwas mit Marketing Bezug zu präsentieren und machte anfangs eine STP ( Segementing, Targeting, Positioning), aber natürlich nur mit imaginären Daten, da es das Konzept ja nicht gab. Wir waren 3 Leute in der Gruppe und jeder musste 5 Min präsentieren. Vom Gefühl her ist die Präsentation sehr gut gelaufen, sie hatte danach keine Fragen an mich gestellt und das Feedback der anderen war auch sehr gut, auch hatte ich nicht einmal gestockt. Mal sehen da bekomme ich dann morgen die Note. Noch 2 Sachen dann habe ich das langweilige Thema Uni abgeschlossen :) In "Britain and the Eu" unserem Kurs hatten wir letzte Woche eine Wiederholungsstunde, da der Kurs bis auf die Klausur im Januar rum ist und wie sollte es auch anderes sein...
in dem Kurs wussten die meisten Britten auch nach 4 Monaten und einer Exkursionen immer noch nichts... naja so hab ich mich ständig gemeldet und musste öfter die Fehlaussagen der anderen korrigieren, naja so macht man sich net gerade beliebt aber bei den Fragen konnte ich mir das net verkneifen... Im Unterricht hatte er dann auch gesagt: "nicht immer der Steven! Und der Steven kann nicht für euch alle die Klausuren schreiben!" Da war ich schon etwas stolz als Ausländer in einem Brittischen Kurs, wo es teilweise um Brittische Staatskunde geht und trotz Sprachbarrieren Klassenbester :) jetzt muss ich nur noch bei der Hausarbeit und der Klausur reinhauen um auch die Erwartungen zu erfüllen :) Der nächste Brüller kam am nächsten Tag in Marketing. Uns wurden Case Studies verteilt über die wir eine Präsentation diese Woche halten müssen. Und zu wem kommt sie mit der einzigen Case Study wo auch Unternehmensvertreter drüber schauen :) zu unserer Gruppe ( Wir und noch 3 Britten). Net schlecht :) Als ich sie dann aber gefragt hatte was wir denn jetzt genau herausfinden sollen und welche Daten wir auswerten sollen. Ich dachte da an irgendwelche Auswertungen wie wir es in Frankfurt machen, sagte sie es soll alles nur sehr allgemein sein und wir sollen nix machen was dann sonst keiner im Kurs versteht. Naja ok also nix besonderes auch net schlimm muss ich keine Nächte durchackern. Was ich aber am lächerlichsten fand, sie sagte wir können das dann in unseren Lebenslauf schreiben, ich meine so oberflächlich wie das behandelt wird echt lächerlich, aber naja das ist Great Britain. Ich habe mir dann noch das schwerste Thema bei uns rausgesucht und versuche jetzt ganz oberflächlich eine Zukunfts -Marketing Strategie zu entwickeln, weil sie meinte das dies niemand letzes Jahr hinbekommen hat. Die Firma von der ich rede ich "First Class" sie entwickeln Lernplattformen für Schulen auch was ganz neues weil für Dienstleistungen haben wir das so in der Uni noch nicht gemacht. Also mal sehen, was ich die nächsten Tage so herausfinden kann. Nicht das der falsche Eindruck ensteht und denke net das ich der tollste bin, aber ich muss sagen das man hier merkt das wir in Frankfurt an der Uni ein recht gutes Handwerk beigebracht bekommen haben auch was Motivation, Arbeitsorganisation, Fachwissen und analytisches Denken angeht. Und damit kann man hier einfach punkten, da hier das Studium sehr oberflächlich und allgemein gehalten wird, reden können sie alle viel aber wie sie Thesen auch bestätigen können lernen sie hier erst im Masterstudium. Man kann hier wirklich auf absoluter Sparflamme fahren und kommt trotzdem gut mit. Wenn ich da dran denke das ich in Frankfurt teilweise 6-8 Wochen vor Klausuren nicht mehr weg gehe, alle persönlichen Dinge einschränke und 6-7 Tage die Woche jeden Tag bis Nachts in der Bibliothek verbringe, das wäre hier unvorstellbar oder man würde dafür ein wesentlich besseres Feedback (noten) bekommen als bei uns. Aber gerade dies, war hier auch mal richtig schön nach den teilweise wirklich stressigen Semestern in Frankfurt, hier auch mal einige Gänge runter zu schalten und auch mal alles etwas lockerer angehen zu können. Ich sage auch ganz ehrlich ansonsten hätte ich auch kaum was vom Land gesehen und hätte nicht so viele Leute kennen gelernt und darum ging es in diesem Auslandsaufenthalt ja auch um viele neue Erfahrungen die einen persönlich auch weiter bringen zu machen und die habe ich definitiv gemacht.
Ok jetzt aber erstmal genug von der Uni.

Nach dem ganzen Stress waren wir auch am vorletzten Wochenende in Schottland-Edinburgh für 3 Tage. Es ist echt unglaublich dadurch das wir das Zugticket recht früh gebucht hatten und wir eine Studentenkarte besitzen, hatten wir für die Zugfahrt die 6 Stunden dauert hin und zurück zusammen nur knapp 40 Euro bezahlt, sowas kann man sich in Deutschland niemals vorstellen wo man schon fast nur um außerhalb von Frankfurt zu fahren, einfach 8-9 Euro bezahlt. Naja Edinburgh war eine verdammt schöne Stadt, sogar mit die schönste hier bisher und wir hatten recht viel besichtigt. Wir haben sogar Haegis probiert eine schottische Spezialität die man mal probiert haben muss. Sie wird aus allem vom Schaf gemacht was sonst keiner will :P Innereien usw. Naja schmeckt ganz ok, aber nichts was man jeden Tag essen muss. Mit unserer Jugendherberge hatte wir auch wirklich Glück gehabt zwar war sie etwas außerhalb dafür aber für den Preis super ausgestattet. Am Samstag hatten wir uns dann auch ins Nachtleben geschmissen nachdem uns einige einheimische eine Disco empfohlen hatten und ich echten Schottischen Whiskey getrunken habe. Die Disco war echt Klasse! 4 Floors in einem alten Kellergewölbe und so kam es das wir bis morgens um halb 4 dort waren, wäre ja nicht so schlimm aber wir waren erst um halb 5 dann zuhause und mussten das Zimmer am nächsten Tag schon wieder um kurz nach 9 räumen :( . Naja was soll's Abends ging es dann wieder zurück nach Bangor. Die letzte Woche jetzt hatte ich mich nochmal etwas ins Nachtleben geschmissen und war noch auf einigen Partys um noch einige Leute hier nochmal zu sehen. So war ich Mittwoch nochmal bei meinen Sprachbuddys, Donnerstag Gluehweinparty im Wohnheim, Freitag Abend auf einem Geburtstag eines Italieners, Samstag auf dem Geburtstag einer Spanierin und gestern waren wir alle nochmal zusammen Karaoke singen im Yellow Pub mit mehr als 20 Leuten.
Achso am Freitag Mittag war ich auch nochmal mit Soeren und Tobi in Liverpool. Auch eine sehr schöne Stadt! Dort hatten wir dann ein altes Marine Museum besichtigt und waren beim Beattles Museum, wo wir nicht rein sind da der Eintritt 15 Euro war. Ansonsten haben wir uns noch die berühmte Kathedrale angeschaut und sind sogar hoch auf den Turm gelaufen und waren dann noch in der St. Georgs Hall ein altes Gerichtsgebäude. Leider hatte es etwas gestürmt und es gab Hagel aber nichts was uns hier noch Probleme bereiten könnte :). Auch wieder ein schönes Erlebnis, bis auf London haben wir jetzt auch fast alle wichtigen Städte hier gesehen.

Puhh jetzt habe ich wieder soviel geschrieben. Naja in 7 Tagen mache ich mich dann auf nach Barcelona um Sabrina zu besuchen und komme hoffentlich nochmal in den Genuss von dem schönem Wetter in Spanien :) Danach geht es dann am 21ten Dezember nach Hause. Am 9ten Januar geht es dann wieder zurück nach Bangor. Ich musste etwas umdisponieren wegen einem möglichen Vorstellungsgespräch und einem hoffentlich anschließenden Praktikum . Daher fliegen wir nicht wie geplant am 7ten sondern am 9ten und gleich nach London und werden dann dort 2 Tage verbringen und dann mit dem Zug weiter nach Bangor. Ganz zurück geht es dann endgültig am 26ten Januar. Die meisten werde ich ja eh sehen wenn ich dann in Deutschland bin zwischen den Jahren.

So verbleibe ich mit Grüssen,

Steven





Donnerstag, 22. November 2007

Ein unglaublicher Ausflug

So da bin ich wieder :)

Nach einer anstrengenden aber unglaublichen Woche melde ich mich wieder. Letzte Woche Samstag haben wir einen Tagestrip mit der Uni nach Manchester gemacht. Ich hatte viel von der Stadt erwartet. Als erstes sind wir gleich zum Stadion von Manchester United gegangen wo wir einen Stadionführung machen wollten. Dort angekommen mussten wir leider feststellen das alle Touren für den Tag bereits ausgebucht waren... Dann bleib uns nichts anderes übrig als nur das Museum im Stadion zu besichtigen. Das Museum war, als nicht Manchester Fan leider nicht so interessant und danach ärgerte ich mich etwas dafür 4.50 Pfund Eintritt bezahlt zu haben. Naja danach fuhren wir dann wieder zurück mit der Bahn in die Innenstadt von Manchester. Als wir dann aus der Bahn ausgestiegen sind und Richtung Innenstadt liefen bemerkte Tobi das seine Kamera in seinem Rucksack fehlte die er zuvor noch hatte. Mir war in der Bahn hinter ihm schon so ein kleiner 16 Jähriger aufgefallen, aber hatte mir dabei nichts weiter gedacht. Naja dieser hat sich dann wahrscheinlich an seinem Rucksack bedient als er kurz seine Jacke ausgezogen hatte. Bemerkt hatte es keiner von uns und es waren gerade mal 2-3 Min. Zum Glück hatte ich meine Kamera in meiner Innentasche meiner Jacke und alle anderen Wertsachen auch direkt an meinem Körper. Danach gingen wir mit etwas gedrückter Stimmung los um mehr von Manchster zu erkunden. Leider gab es bis auf viele Geschäfte nicht viel zu sehen und ein wirklich schönes Stadtzentrum gab es nicht und auch so gab die Stadt nicht viel her. Wir waren dann noch kurz in einem Museum für moderne Kunst was dann doch noch ganz schön war.

Naja Sonntag ging es dann gleich weiter. Es ging morgens mit dem Bus nach Liverpool um nach Amsterdam zu fliegen und unseren Trip mit dem Seminar " Britain and the European Union" zu beginnen. Nach einem kurzen Flug sind wir dann angekommen und es ging nochmal einige Stunden nach Brüssel. Dort angekommen checkten wir dann in unserem 4 Sterne Hotel ein :) , ja die Uni hat einiges springen lassen. Abends gingen wir dann noch etwas die Innenstadt von Brüssel erkunden die sich als wunderschön herausstellte. Auf der Suche nach etwas essbarem liefen wir durch die Strassen wo ein Restaurant nach dem anderen war und man sich wie auf einem Basar vorkommt und ständig angesprochen wird ob man nicht etwas essen will. Wir wollten eigentlich zu einem Takeaway fanden aber leider keinen. Naja in einem Restaurant fanden wir dann eines der günstigsten Angebote ein 3 Gänge Menü für 12 Euro. Als wir dann noch fragten was er uns den anbieten kann wenn wir zu acht in sein Restaurant kommen, antwortet er das erste Getränk geht aufs Haus, auch Wein. :-D na das haben wir dann mal wieder gut gemacht da kam der Bwl Student raus :P
Am nächsten Morgen ging es dann mit unserem Programm los was sich als sehr hart und strikt aber sehr interessant herausstellte. Morgens ging es dann zum Europäischen Wirtschafts-
und Sozialausschuss
die keine direkten Befugnisse haben sondern ein Beratendes Organ sind, dort hatten wir dann einen hervorragenden Redner zuviel Einzelheiten erspare ich hier immer weil ich ansonsten ewig schreiben würde.

Danach ging es dann gleich zum Ausschuss der Regionen der gerade auf Druck von Deutschland und seinem föderalen System einberufen wurde. Dort hatten wir dann auch einen Deutschen Sprecher. Vortragssprache war aber natürlich Englisch oder wie es die Mitarbeiter in den Eu Institutionen gerne nennen Eurokrat, da auch manche Französischen und Deutschen Wörter einfließen. Dazu ist aber zu sagen in allen Institutionen werden alle 23 Sprachen der 27 Eu Länder akzeptiert und übersetzt, daher sind überall Dolmetscher und da sich 502 mögliche Kombinationen ergeben werden oft auch Übersetzungen von Übersetzungen wieder übersetzt. Am Nachmittag ging es dann nach einer kurzen Pause weiter zum "House of Wales" wo sich die Wallische Repräsentanz kurz vorstellte. Abends gingen wir dann noch ein bissl weiter die Stadt erkunden und waren noch kurz in einem Pub aber geschafft von der Nacht ging es dann heim. Leider entdeckten wir in unserem Zimmer Deutsches Fernsehen!!! Und das nach 2 1/2 Monaten ohne Fernsehn, wir konnten es also nicht sein lassen und schauten noch etwas Fernsehn. Morgens ging es dann auf zu einem Wunderbaren Frühstücksbuffet :)
Dann stand schon wieder der nächste Termin an. Diesmal ging es zur Europäischen Kommission eine der wichtigsten Einrichtung der Eu, die Exekutive, wenn man sie so nennen dürfte (nein das sie die Britten streng dagegen die spinnen) die Regierung der Eu. mit 27 Ministern für bestimmte Themen Deutschland hält einen Vizeminister mit dem Schwerpunkt "Unternehmen und Industrie" die Kommission ist aber absolut von nationalen Interessen getrennt. Ihr Präsident ist Barosso was bestimmt einigen was sagen wird.
Die Nationalen Interessen werden von dem Rat der Europäischen Union vertreten, wo wir dann auch Abends waren. Hier sind die entsprechenden Minister der zugehörigen Bundesregierung in den Gremien vertreten. Z.b. alle Außenminister alle Wirtschaftsminister usw. Diese treffen sich dann zu bestimmten Zeiten im Jahr. Diese Institution ist auch die Wichtigste in der Eu. Auf dem Bild durfte ich auf dem Platz des Deutschen Ministers sitzen. Ich habe Deutschland gut vertreten :-D
Damit endete dann auch schon unser Aufenthalt in Brüssel und es ging direkt weiter nach Luxemburg. Es stand wieder eine lange Busfahrt bevor. Und schlafen konnte man leider auch nicht wirklich im Bus. Da wir in Luxemburg kein Hotel mehr bekommen hatten ging es nach Vianden in der naehe. Eine recht kleine aber schöne Stadt. Am nächsten Morgen ging es dann zum Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft , dies war besonders interessant für die Gruppe von Jurastudenten die mit uns gereist war. Dort angekommen durften wir uns dann auch eine richtige Gerichtsverhandlung anschauen. Es ging um eine Klage einer thailändischen Geschäftsfrau gegen die Eu aufgrund von Einfuhrzöllen. Danach ging es gleich wieder weiter nach Straßburg da wir am Abend noch einen Termin im Europäischen Parlament hatten. Wieder einmal eine längere Busfahrt. Dort angekommen ging es dann gleich ins Europäische Parlament ein unglaubliches Gebaeude. Dort durften wir dann einer Tagung des Parlaments zuhören. Fotografieren war leider verboten. Gleich danach ging es weiter zum Europarat den man nicht mit dem rat der Europäischen Union verwechseln darf! Hier sind alle 47 Staaten innerhalb der Eu vertreten inklusive Russland. Türkei usw. bis auf Weißrussland aufgrund von Menschenrechtsverstössen. Danach ging es dann in unsere Jugendherberge und wir gingen Abends alle zusammen aus. Also die ganze Gruppe was mich schon den ganzen Trip sehr erstaunt hatte das die Professoren alle sehr sehr locker waren wir durften sie alle mit Vornamen ansprechen und man konnte mit ihnen ganz normale Gespräche führen. 3 Stück waren dabei unser Professor und 2 von Recht wovon einer ein Spanier war der hier arbeitet. Diese waren dann auch Abend dabei und haben mit uns allen getrunken und ja sie waren sogar noch mehr betrunken als mancher von uns. Wer hätte gedacht das man mit seinem Professor Tequilla trinken kann :) Der Herr recht war unser Professor und mittendrinne waren die anderen.
Am nächsten Morgen ging es dann mit einem leichten Kater bei jedem zum europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dort hatten wir dann eine Türkische Sprecherin was sehr interessant war da die Türkei ja nicht gerade dafür bekannt ist alle Menschenrechte einzuhalten.
Danach ging es dann gleich weiter Richtung Schweiz zum Flughafen Basel-Mulhouse.
Ok jetzt habe ich soviel zum Ablauf geschrieben aber kaum was über die Leute und meine Eindrücke. Ich muss sagen die Leute mit denen wir da waren, waren alle sehr nett. Gleich auf Anhieb haben wir uns mit recht vielen verstanden. Wir waren auch die einzigen Austauschstudenten die mit auf dem Trip waren daher jeder andere konnte fließend Englisch. Gerade diese Tatsache verbunden mit den vielen Rednern stellte sich als sehr gut heraus. Allein die sprachlichen Fortschritte in der Woche waren enorm. Die meiste Zeit waren Soeren und ich mit 2 anderen Leuten unterwegs einem aus Zimbabwe und einem von den Malediven, was sich als sehr interessant herausstellte mit ihnen über ihre Länder zu reden. Heath aus Zimbabwe kam z.B. hier rüber zum studieren um es ihm zu ermöglichen hatten seine Eltern auf ihrem Landsitz in Zimbabwe einige ihrer Hauser verkauft. Heath kämpft hier auch noch um eine Staatsbürgerschaft und geht neben der Uni zur Brittischen Armee da ihm darüber die Möglichkeit gegeben wird, sobald er dann diese hat wollen seine Eltern nach Wales nachkommen. Natürlich verbrachten wir nicht ständig nur die Zeit sondern waren auch immer mal mit anderen unterwegs. So bin ich mittags als die anderen sich nochmal für ein Mittagsschläfchen hingelegt hatten mit den anderen ein Bierchen trinken gegangen, ja das macht man hier um 17 Uhr Mittags :) und auch so waren wir immer gemischt. So habe ich es sogar sprachlich geschafft am Ende ohne Probleme, in den Eu Institutionen den Rednern Löcher in den Bauch zu fragen und auch kritische Diskussionen mit manchen aus dem Kurs die sehr Eu feindlich waren zu führen. Und auch so hatten wir einfach immer nur massig Spaß. Die waren einfach für jeden Spass immer zu haben. So musste mancher als er schlief unwissend Sachen über sich ergehen lassen. Michael der immer der erste bei so einem Spaß war, machte am Ende einen Fehler :) er schlief im Flugzeug ein. Als Rache für alle Spaesschen die er zuvor gemacht hatte legten die Jungs dann richtig los. Er wurde mit Kajal angemalt, bekam Augenringe und auf seiner Stirn stand wrong ganz fett. Dann fragte sie noch die Flugbegleiterin und kauften einen Lippenstift womit dann seine Wangen verziert wurden. Und er bekam von alle dem nichts mit. Er hatte sich dann nur gewundert warum ihn jeder so komisch angeschaut hatte. An der Passkontrolle bemerkte er es dann :). Die Leute sind echt alle in Ordnung so das ich mich jetzt immer noch regelmaessig treffe gerade morgen gehen wir wieder zusammen weg und waren auch am letzten Samstag zusammen weg.
Abschließend ist auch noch zu sagen das es sich nicht nur aufgrund der Leute gelohnt hat, sondern es war unglaublich zu sehen wie die Eu arbeitet. So viele Menschen aus ganz verschiedenen Ländern arbeiten alle auf einem Fleck zusammen und es klappt und sogar noch hervorragend. Wer einmal dort war weis das diese ganzen Klatsch Schlagzeilen totaler Unfug sind. Die Brittische Presse ist darin besonders gut und so glauben die Leute hier solche Schlagzeilen von der Sun wie " Eu will Großbritannien zwingen Französisch zu reden" oder Eu Institutionen wären zu groß und würden jeden Britten umengen an Geld kosten. Zum Vergleich die Eu Institutionen haben soviel Mitarbeiter zusammen wie die Stadtverwaltung von Birmingham, das muss man sich mal überlegen und diese arbeiten wesentlich effizienter. Darüberhinaus kostet jeden Britten die EU Institutionen ( Verwaltung etc.) nur 10 Pence im Jahr!! Naja aber darf es den Leuten ja nicht vorwerfen sie wissen es einfach nicht besser. Und leider wird die Eu einfach auch oft für politische Schauspiele verwendet. Ich will man an die Aeusserung von Polen vor einigen Monaten erinnern die gesagt hatten "man soll die Stimmanzahl in der Eu anhand der Kriegsopfer im 2ten Weltkrieg berechnen" oder andere populistische Auesserungen wo man sich nur an den Kopf greifen kann.
Uih jetzt bin ich wieder ausschweifend geworden. Ein Satz zum Schluss zu dem Trip. Es war ein unglaubliches Erlebnis und eine verdammt schöne Zeit die ich nicht missen will, der Trip schließt da an wo dieses ganze Auslandssemester sich bisher befindet. Wie es die Britten sagen würden amazing !!

Ok Themenwechsel aus der Uni gibts auch wieder neues. Ausser das ich momentan an Assignments fast ersticke :( so haben wir in Business Englisch die Aufgabe bekommen aus 20 Möglichkeiten 2 rauszusuchen und diese anzurufen. Es handelt sich hier immer um Dinge wie Fahrkarteninformationen zu erfragen mit Preisen Verbindungen oder bei Museen anzurufen und zu fragen was die Attraktionen sind, wie viel der Eintritt kostet usw. Was ich persoenlich super finde learning bei doing. Letzten Dienstag mussten wir auch alle unsere Handys rausholen sie hat unsere Nummern eingesammelt und gemischt und wir mussten richtig mit unserem Handy einen aus dem Kurs anrufen und ein Firmen Meeting ausmachen. Ausser es einfach zu machen lernt man es halt nicht. Nach unseren Telefonaten müssen wir dann einen Bericht mit den Informationen schreiben und was uns leicht oder schwer gefallen ist. Von den Sprachkursen hier können echt viele andere noch was lernen, wenn ich da an unsere Sprachkurse in Frankfurt denke. In Grammar and Writing müssen wir einen Englischen CV (Lebenslauf) schreiben und ein Anschreiben dazu auf Englisch. Auch nicht schlecht. Dazu kommt noch eine Wissenschaftliche Hausarbeit in Marketing die ich noch bis nächsten Freitag schreiben muss wo es um Branding geht. Sowas wie warum sind wir bereit für eine Marke mehr zu bezahlen. Also viel zu tun vorgestern hatte ich dann auch endlich mein Interview Assignment abgegeben wo wir einen native speaker interviewen mussten und dann über Sprachgebrauch usw schreiben mussten. Leider ist diese arbeit nicht ganz so gut geworden da ich aufgrund des Trips nicht soviel Zeit hatte aber den Kurs kann ich auch nicht in Deutschland einbringen. Achso ich hab meine nächste Note wieder bekommen 20 % von Grammar and Writing. Ich hatte ein Essay über "die Rolle von China und Indien in 10 Jahren geschrieben", ich dachte eigentlich das dieses Essay besser war als mein letztes, naja war es aber leider nicht. Evtl. liegt es auch daran das es explizit in dem Fach Writing ist. Naja aber kein Grund für Trübsal ist wieder eine 1.7 :) So kann es ruhig weiter gehen :)
Als ich von meinem Trip auch wieder zurück kam, kam mich Sabrina besuchen :) bis heute morgen. Wir wollten nicht nochmal 2 Monate warten und die Fluege waren gerade recht günstig also entschlossen wir uns dazu uns noch einmal vor Weihnachten zu sehen. Diesmal unternahmen wir aber fast gar nichts da ich auch noch in die Uni musste und Sachen für die Uni machen musste so das wir die verbleibende Zeit zusammen genutzt haben statt viel in der Gegend rum zu kurve. Einmal waren dann aber zusammen Squash spielen und Sabrina hatte es auch so Spaß gemacht das wir dies auf jeden Fall wieder in Deutschland machen wollen :)
Leider musste sie dann heute morgen wieder abreisen aber es ist ja nicht mehr lange bis Weihnachten. Und langsam werde ich schon etwas traurig das dies alles schon bald wieder vorbei ist. Die Zeit verflog so schnell ich weis gar nicht wo sie hin ist. Zwar freue ich mich auch wieder auf Deutschland aber auf der anderen Seite ist es auch Schade das alles wieder vorbei ist...

So vebleibe ich mit Grüssen ihr seit bestimmt fix und fertig nach soviel Text und nach mehr als 3 Stunden schreiben tun mir auch die Hände weh :)

Bis Weihnachten ist ja nicht mehr lange.

And I look forward to see you all in December. So take care!

Best wishes

Steven

Dienstag, 6. November 2007

So jetzt habe ich wieder mal länger nichts mehr geschrieben. Ich werde mich diesmal auch etwas kürzer halten.
Was ist so die letzte passiert. Naja eigentlich nicht sonderlich viel. Langsam stellt sich hier der Alltag ein. Ich gehe weniger weg und mache immer mehr in der Universität, manche Fächer enden schon im Dezember so das jetzt gut angezogen wird. Ich mache wie bereits vorher schon erwähnt etwas weniger Sport. Leider konnte ich die letzte Zeit auch nicht mehr Wandern gehen. Das Wochenende vor 2 Wochen waren wir in Dublin und das Wochenende drauf war ich zu stark in der Uni eingebunden um einen ganzen Tag zu verlieren, daher müsst ihr noch etwas auf neue Spannende Geschichten warten :)
Dann fange ich mal Dublin an. Vor 2 Wochen sind wir Samstags morgens mit der Fähre nach Dublin gefahren. Hin ging es mit der schnellen Fähre, nach 40 min Zugfahrt nach Hollyhead und 2 Stunden waren wir dann am Hafen von Dublin angekommen. Dann nochmal ein paar Minuten Bus und wir waren in der Innenstadt. Dann ging es gleich weiter zu unserem Youth Hostel was wir zuvor im Internet gebucht hatten. Bei der Adresse angekommen waren wir erst ein bissl verwirrt, den das Youth Hostel sah aus wie eine ganz normale Wohnung und es war kein Schild dran. Als wir dann klingelten, öffnete ein leicht verwirrter Mann und tatsächlich es war ne Wohnung wo im Flur ein kleines Podium (Die Rezeption) stand. Der Mann wusste auch erst nicht so recht was wir wollten, naja es hatte dann doch geklappt und wir hatten ein 6er Zimmer in der nähe des Dachbodens mit einem absolut verdreckten ekligen Bad und unser Zimmer war einfach ein Zimmer mit 3 Hochbetten auf engstem Raum drinne. Wäre ja kein Problem gewesen wenn wir nicht 25 Euro die Nacht, ohne Frühstück bezahlt hätten, weil sonst kaum was frei war. (Der Trip war etwas spontaner). Naja halb so schlimm dann ging es ans Dublin erkunden,den restlichen Abend und den nächsten Tag. Leider war die Zeit sehr knapp, so das ich es auch nicht schaffte mich mit Uni Kollegen die dort studieren zu treffen. Es war anfangs auch recht ungewohnt wieder in eine solch große Stadt zu kommen, mit dem ganzen Trubel. Aber Dublin stellte sich als echt schön heraus, leider hatten wir nur wenig Zeit und am Sonntag auch noch schlechtes Wetter. Zurück ging es dann Abends mit der langsam Fähre die etwa im Gegensatz zur schnellen (2 Stunden), 4 Stunden fährt dafür war das Schiff riesig mit eigenen Einkaufsladen und 2 Kinosaälen. Auf der Schifffahrt sind wir dann auch gleich ins Kino gegangen um die Zeit schneller rumgehen zu lassen. Das hat was, auf einem wackelnden Schiff (Wir hatten stärkeren Seegang) im Kino zu sein.
Hier ein paar Bilder aus Dublin

Unser Schiff aus der Hinfahrt die Lounge

Wir hatten ganz schön starken Wind

Die Irrische See
Eine Kirche in Dublin bei Nacht
Überall Markierungen für Touristen da sie Irren auch auf der linken Seite fahren.


Die Fluss Promenade bei Dämmerung
Das Youth Hostel

Ich an der Flusspromenade

Irrisches Frühstück
ich in der einer Schnapsdestilerie (Die Kollektion in der Mitte kostet 50.000 Euro ) :)


Unser Schiff bei der Rückfahrt
Mit eigener Snack Bar

So nachdem jetzt ein paar Bilder kamen, kommt wieder Text :)
Ich erzähle mal ein bissl was von Universität. Wie bereits oben geschrieben haben wir immer mehr zu tun und ich muss sogar langsam schon schauen in welchen Fächern ich Abstriche machen kann (klar die Fächer die ich nicht in Deutschland einbringen will). Die Kurse nehmen immer noch sehr viel Zeit ein, sie wären machbar, aber da wir ja auch noch Dinge unternehmen und die Sprachprobleme vorhanden sind ist die Zeit rar... :(
Ich habe nun auch meine ersten assignments abgegeben und heute mein erstes Essay für Business Englisch (was ich einbringen kann) zurückbekommen. Ich hatte ja etwas bedenken da ich so lange kein Essay mehr geschrieben hatte und hatte recht lange dran gesessen. Und ich habe ***Trommel wirbel*** eine 1.7 :-) juhuuuuu aufgrund eines ganz Dummen Fehlers wurde es keine 1.3 wie sie mir gesagt hatte. Ich hatte die Absätze nicht klar genug getrennt, daher kein Enter gemacht.... naja selbst dran Schuld. In meinem 2ten Essay was ich für Grammar abgegeben hatte, hatte ich dies aber besser gemacht, mal sehen was ich dort bekomme :). Man muss dazu sagen ich habe auch etwas von der Schwäche mancher anderen in dem Kurs profitiert, so sind gerade die Asiaten schwächer in Englisch. Naja das waren schon mal 20% meiner Note. 30 % macht das nächste assignment aus was ich heute abgegeben habe, meiner Meinung nach eine erstaunlich hohe % Anzahl für die Arbeit aber man soll sich ja nicht beschweren :)
Hier mussten wir auf vorgegebene Problemstellungen ein Fax, eine Email und ein Brief schreiben. Dabei zu beachten war neben dem Inhalt die Form und Phrasen die man verwendet. Damit ihr auch mal was von mir in Englisch seht stelle ich es mal hier rein, leider wird die Form aber etwas verzogen im Gegensatz zu Word. Also nicht wundern!!

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To: Mr John Stevenson, Head of Planning, Mirage Inc

Fax no: 0034 265 961-21

From: Mr Steven Fuerth, Managing Director, Mirage Inc

Fax no: 0034 265 96-89

Date: 5th November 2007

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Subject: Changing the time of our meeting on Tuesday 7th November

Because of an urgent appointment at our agency in London, the meeting at 11.30am on Tuesday 7th November is postponed to 2pm on Wednesday 8th November.

I look forward to seeing you on Wednesday.

Kind regards,

Steven Fuerth

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letter: habe ich den Briefkopf mal weggelassen zu beachten ist das Datum kommt oben links oder unten hin. Und noch was wichtiges oben rechts beim Absender keinen persönlichen Namen!
Hier der Text dazu:

Dear Mr Piers Boyce,

Thank you for your letter of 9th October 2000. I am writing to enquire about the new ‘Instant English’ seminars.

Your new system of language learning sounds very interesting.

I would appreciate it if you could send me further details, where and when the seminars take place. Furthermore, could you please send me a price list for the seminars?

Is the Introductory Seminar going to be free of charge?

We look forward to hearing from you.


Yours sincerely,

Steven Fuerth (Mr)


Hier die Email:

Dear Ms Debbie Garlick,

Thank you for your email of 15th October. I apologise for not replying sooner but I have just returned from a meeting in Lyon.

In reply to your email, we would suggest the annual conference to take place at 7pm on the 1st December, subject to change.
Referring to the event last year, we would recommend Paris as venue.
With excellent transport connections, the central position and good accommodation opportunities, Paris fulfils all important requirements.
We have already contacted ‘The Sheraton Hotel’ in central Paris. The 4 Star Hotel is well-known for good accommodation and excellent food. They are able to organise and accommodate a conference of 200 delegates.

Please find enclosed the cost estimate for the conference in ‘The Sheraton Hotel’.

Do not hesitate to contact me if you have any further questions.

Yours faithfully,

Steven Fuerth

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Steven Fuerth (Mr)

Head of Planning

Kunz und Co plc

85 Highstreet

London N19 3AA

Tel: 0148 5554 5669

Fax: 0148 5554 5610

Email:abu678@bangor.ac.uk


Also dann auch mal was aus der Uni :P mein Essay aus Grammar erspare ich euch jetzt mal das ist etwas mehr Text.... :) und geht über " Indien und China und ob sie Supermächte werden"

So das wars dann schon wieder fast von mir. In 2 Wochen werde ich wieder viel zu erzählen haben! Am Samstag fahren wir mit einem Tagesausflug von der Uni nach Manchester und haben dort den Tag zur freuen Verfügung. Der Bustrip wurde für 10 Euro hin und zurück angeboten da mussten wir zuschlagen ( Mit dem Zug kostet es 25 Euro)
Wir haben dann vor dort uns ein bissl die Stadt anzuschauen und dann eine Stadiontour bei Manchester United zu machen :) das werden viele schöne Bilder.
Am Sonntag Abend geht es dann auch direkt zum nächsten Trip. Ab nach Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz um die Europäischen Institutionen zu besuchen mit unserem Seminar "Britain and the European Union", wo wir das Stipendium bekommen hatten :)
Also viel zu erzählen wenn ich wieder da bin :) Solange dauert es dann ja gar nicht mehr und ich bin wieder in Deutschland. Wie die Zeit hier verflogen ist....

Ich hoffe euch geht es allen gut und verbleibe mit Grüssen aus Cymru (Wales)



Dienstag, 23. Oktober 2007

etwas mehr als 1 Monat ist rum....

Im Voraus: Manche hatten gesagt ich schreibe immer soviel :P
Sorry dafür, aber ich versuche wenn ich schreibe einen guten Eindruck zu vermitteln und das Erlebnis auch etwas rüber zubringen. Weil wenn ich nur schreiben würde ich war da und da, dann könntet ihr euch wahrscheinlich nicht soviel vorstellen oder einschätzen wie es mir geht. Des weiteren will ich mich für den schlechten Satzbau und die vielen Fehler entschuldigen, ich schreibe einfach immer drauf los und lese dann öfter keine Korrektur mehr da ich schon immer sehr lange an so einem Bericht sitze.
So jetzt gehts dann aber los:

So nun bin ich schon etwas länger als 1 Monat hier viel ist seitdem passiert und die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen.
Daher schreibe ich auch jetzt erst wieder, die letzten Tage war viel zu tun. Die Uni mit 5 Kursen sorgt doch für eine recht akkurate Arbeitsbelastung aufgrund der Sprache. So haben wir ab jetzt eigentlich fast jede Woche einen assignment (Arbeit) abzugeben. Gerade dieses Wochenende habe ich mein erstes Essay fertig gestellt für Business English. Hier sollte ich "the main cultural differences between Britain and Germany " analysieren. Gar nicht so leicht, wenn man es gar nicht mehr gewohnt ist ein Essay über mehrere Seiten zu schreiben. Nach einigen drafts (Entwürfen) und einem Gespräch mit ein paar Britten auf einem Geburtstag, einer Englischen Freundin hatte ich meine Themen dann noch etwas umgeworfen und durfte fast nochmal von vorne anfangen :(
Ich hatte dann als Themen: the political system, the environment and environmental awareness and the eating habits. über das politische System bin ja nun auch etwas durch unser Seminar "Britain and the European Union" informiert. Echt erschreckend wenn man so mit bekommt wie es in England ablaueft. So ist Großbritannien eines der 3 einzigen Länder auf der Welt die keine Verfassung hat. Generell ist das Staatssystem etwas komisch aufgebaut so gibt es wirkliche Gewaltenteilung ansatzweise erst seit der "Reform of Lord Chancellors in 2005". Naja dazu werde ich dann noch mehr berichten können wenn ich dann wieder komme. Es ist auf jeden Fall sehr interessant.
Ansonsten bekommen wir auch immer mehr Hausaufgaben in den anderen Fächern 5-10 Seiten Grammar Hausaufgaben sind nicht selten...
In Business English haben wir auch wieder unser nächstes assignment heute bekommen, jeweils einen Business Brief, ein Business Fax und eine Business Email verfassen, dazu haben wir einige Regeln bekommen, da es hier, wie in Deutschland seine kleinen Eigenheiten gibt.
Aber ansonsten muss ich sagen bin ich von den Sprachkursen immer noch sehr begeistert am liebsten könnten sie jeden Tag sein :)
Dann kommen wir auch gleich mal zu meinen Sprachlichen Fortschritten. Ich selbst war etwas entaeuscht da ich das Gefühl hatte kaum noch Fortschritte die letzte Zeit zu machen, aber ich denke einfach man selbst bemerkt es einfach nicht so hier. Einen ganz wichtigen und großen Fortschritt habe ich denke ich schon mal gemacht, ich traue mich zu sprechen und das ist das wichtigste. Einen weiteren Fortschritt habe ich auch noch gemacht, ich bemerke meisten gleich Sekunden später wenn ich ich Zeiten Fehler mache in Sätzen, hoffentlich setzt es dann auch bald ein das ich diese einfach nicht mehr mache. Aber den Traum wieder zu kommen und perfekt Englisch zu sprechen denke ich kann man nicht erreichen, nicht in dieser kurzen Zeit. Aber ich denke man hat eine gute Basis an der man weiterarbeiten kann. Und ich Deutschland reden ja viele in den Firmen auch kein native English, daher wirds schon passen :P. Ich hatte auch meine ersten Telefongespräche auf Englisch und ich rede nicht davon hier mit englischsprachigen Freunden zu telefonieren. Ich musste bei einer Bahngesellschaft anrufen, da Bahntickets nicht da waren! Und das auch noch in Schottland :( naja das Gespräch lief nicht perfekt da sich auch einige Probleme ergaben, aber es war immerhin mal ein Anfang.
Ich war auch letzte Woche wieder Wandern. Diesmal eine fast reine Scrambling Tour, das bedeutet Klettern mit den Händen, ohne Seile und ungesichert an Felswänden die aber nicht immer 90 Grad haben. Diesmal war das Wetter leider nicht ganz so gut und wir hatten auf dem Berg Nebel mit Sichtweiten unter 2 Meter, was das ganze aber auch sehr spannend machte da man manchmal nur auf Bergspitzen war und um einen herum war alles weiß. Das schlimmste kommt jetzt.... Wir haben unseren Fotoapparat vergessen :(
Es war mal wieder total super, wir sind erstmal ein bissl gewandert. Diesmal waren wir in unserer Gruppe 1o Leute, mit 2 Leadern einer gibt hier sogar Kurse wie man richtig Wandert usw. Dieser hatte uns dann sogar ein bissl gezeigt wie man Karten liest und den Kompass benutzt und ich und Soeren mussten dann beide die Gruppe mal 30 Min führen.
Danach fing dann das Scrambling an und es ging gleich richtig los. Wir mussten richtige Wände hoch. Das wichtigste war dabei keine Rücksicht auf Verluste! einfach mit dem ganzen Körper gegen die Wände oder Ritze teilweise legen damit man das Gleichgewicht halten konnten. So musste man manche Wände sich richtig dagegen drücken mit dem Rücken oder Ellenbogen und Körperspannung aufbauen und dann alles verwenden was da ist Ellenbogen Knie usw :P ist schwer zu erklären, aber wenn man da mal an so einer Wand ist und es geht an den Seiten richtig tief runter ist einem auch alles egal :P komischer Weise passiert dabei niemanden was, Adrenalin sei dank :D
Ne aber die Leader waren ja recht erfahren und hatten uns wenigstens ein bissl gesagt worauf wir acht geben sollen. Nach etwa einer Stunden Scrambling und davor einer Wanderung von 2 Stunden waren wir dann oben auf der Bergspitze angekommen und hatten Rast gemacht. Es war unglaublich: wir oben auf der Bergspitze, der Wind ging und um uns herum Nebel so das man nur ein paar Meter um sich herum die Bergspitze sah und sonst nur einen weißen schier unendlichen Abgrund. Danach sind wir noch etwas auf dem Berg herum gelaufen und wollten dann einen anderen Weg zurück gehen, aufgrund der älteren Karte und den schlechten Witterungsbedingungen hatten wir uns dann etwas verlaufen was dazu führte das die Scrambling Strecken immer schwerer wurden. Da fanden wir auch heraus da man manche Felsen auch als Rutschen benutzen kann (muss) da kann man mal locker 2-3 Meter runterrutschen da man die Steine, da sie ganz glatt und nass sind nicht anders überwinden kann. Als es dann Probleme gab da eine Gruppe in einer tieferen Schwierigkeitsstufe, die versucht hatten uns zu folgen, nicht weiter kamen und ein Mädchen sich den Fuß verstaucht hatte musste einer unserer Leader los um ihnen zu helfen. Also sassen wir da auf einigen Steinen auf den Berg und wussten auch nicht so recht weiter und auf einmal kam eine Briese und die Wolken zogen auf. Gigantisch!!!! Auf einmal sahen wir wo wir sind und fanden einen einigermaßen guten Weg zurück. Also auf auf und davon :P Dann ging es dann zurück in Tal und nach einem weiteren 2 Stunden Marsch waren wir dann da. Mal wieder voller Schlamm am ganzen Körper bis oben hin, da wir mal wieder beim besteigen des Berges im Moor bis zum Hintern untergegangen sind und die letzten 25 Min Joggen mussten da unsere Leader eine andere Gruppe noch einholen wollte.
Wie immer einfach nur super!! Es ergab sich nur ein Problem mit meinen Schuhen die
1. Nicht hoch genug sind um meinen Knöchel richtig zu schützen 2. Keine gute Sohle haben und das schlimmste 3.nicht richtig Wasserdicht sind. Das war die Woche davor noch kein Problem aber bei Wind und gefühlten Temperaturen von 5 Grad auf dem Berg gar nicht so angenehm wenn man dann mal zum Ruhen kommt. Mann muss dazu sagen das ich auch keine richtigen Wanderschuhe habe, sondern eher ein Misch aus Stadt und Wanderschuhen. Daher werde ich mal schauen. Dieses Wochenende konnte ich nicht mitlaufen da Sabrina zu Besuch war und das kommende Wochenende bin ich in Ireland - Dublin.
Dann kommen wir auch gleich zu dem letzten Wochenende. Sabrina hatte mich besucht :)
Nach einigen Schwierigkeiten, wie nicht angekommen Tickets ging es dann für Sabrina los und das Abenteuer ging weiter :P ihr Flug kam 50 Min zu spät. Dann ist sie im Bus zu spät ausgestiegen und hatte gerade noch so an einer anderen Station den Zug zu mir bekommen.
Dann war es endlich so weit ich war aufgeregt wie ein kleiner Junge :P und bin extra schon 25 Min vorher zur railway station, falls sie doch früher kommt. Dann war es soweit, der Zug kam an. Die ersten 10 Min waren schon etwas komisch, wenn man sich solange nicht gesehen hat und natürlich hat man ja auch bedenken ob eine vorübergehende Trennung in 2 verschiedenen Ländern auch reibungslos abläuft. Aber nach den 10 Minuten war wieder alles wieder genauso schön wie früher. Schoen zu wissen das auch 2 Monate Trennung in 2 verschiedenen Ländern nichts ändern. Das Wochenende lang, was leider viel zu schnell rum ging, zeigte ich ihr dann Bangor und stellte ihr meine Freunde vor. Sie musste sich erstmal an das Wetter hier gewöhnen. An dem Tag an dem sie ankam war recht schönes Wetter Sonnenschein und 15 Grad, ich und Soeren waren zuvor den ganzen Tag mit T-Shirt unterwegs. Den Schock wollte ich dann Sabrina aber nicht antun indem ich sie im T-Shirt abhole :P. Ja man gewöhnt sich hier etwas an das Wetter und wenn die Sonne scheint geht es echt, obwohl es die letzten Tage gerade Nachts arg kalt geworden ist. So haben wir Temperaturen von 2 Grad Nachts und das ganze ohne Heizung Nachts, führt dazu das man sich morgens nicht recht traut unter der Decke hervorzukommen :P und duschen wird zum Erlebnis so das ich oft früher aufstehe und die Heizung anmache so das ich wenigstens duschen kann ohne meinen Atem zu sehen^^ :D . Was ist hier noch so passiert hmmm meine Bankkarte ging mal einen Tag lang nicht, gerade auch noch an dem Tag wo ich hätte Miete zahlen müssen. Ich dachte schon Mist jetzt ist deine Karte im Ausland kaputt oder mit der Überweisung auf mein Konto hatte was nicht gestimmt... Ich kann hier nämlich auch keine Kontoauszüge ziehen, was lernen wir daraus das nächste mal online banking... . Naja Sven war dann Mittags bei der Deutschen Bank und nach einem Telefonat mit einem Herren wo er mir die Nummer gegeben hatte stellte sich heraus das es nur ein Systemfehler der Deutschen Bank war und ich beruhigt weiter Geld abheben kann. Aber in so Situation ist es im Ausland gar nicht so leicht, da die Barclays Bank (Die Partnerbank der Deutschen Bank wo ich umsonst abheben kann) mir hier keine Informationen oder Hilfe anbieten kann.
Was ist noch so passiert? Ich mache nun nicht mehr ganz soviel Sport, da wie oben erwähnt die Uni mich immer mehr einnimmt . Da sich auch Mittwochs das Klettern mit meinen Stammtisch überschneidet und ich mir auch noch extra Kletterschuhe kaufen müsste, mache ich dies nicht mehr. Was ist der Stammtisch? Beim Stammtisch treffen wir uns mit unseren Buddys. Jeder von uns hat hier von der Uni 2 Sprachpartner bekommen. Das sind Studenten die hier Deutsch studieren und so helfen sie uns im Englischen und wir ihnen im Deutschen, was sich als sehr gut herausgestellt hat da es hier wirklich schwer ist echte Britten kennen zulernen und sie einem auch bei manchen Essay usw helfen können. Mit ein paar verstehen wir uns sogar schon richtig gut, so dass wir letztens Mittwoch auf dem Geburtstag von Sara einem Englischen Mädchen waren. Wir waren die einzigen Studenten aus dem Ausland und nur mit native Speakern zusammen. Gar nicht so leicht dann bei den Gesprächen sich einzuklinken, so waren wir dann erst einmal etwas passiv aber nach einer Stunde ging es dann. Diese Erfahrung mache ich hier öfter das mann erstmal ein paar Minuten brauch um rein zukommen. Und JA ich habe es geschafft mein erster SituationsWITZ auf Englisch :P in der Runde. Gestern hatte ich dann gleich noch einen gebrachten in meinem Kurs. Es war eine Frau aus Spanien da die, dass Spanische Staatssystem vorstellte. Spanien ist ja auch eine Monarchie aber mit Verfassung und einer klareren Trennung, daher. Wie sollte es auch anders sein, unser Prof. hatte mich mal wieder dran genommen und wollte was zu Deutschland wissen. Als wir dann zu Catalunien in Spanien kamen, die sich etwas von Spanien separieren fragte er mich wo ich herkomme und ob wir auch sowas haben. Naja gut gekontert gleich ich sagte wir haben nur Bayern die eine Sonderrolle haben und eigentlich nicht zu Deutschland gehört. Vielleicht kennt ja jemand den Satz " Bavaria near Germany" ist aus einem Film. Naja er konnte sich vor lachen nicht mehr halten :P. Strike der 2te gelungene Englische Witz.
Noch einmal kurz Sachen auf die ich mich in Deutschland freue, abgesehen von Familie, Freunden meiner Freundin und meiner Wohnung:
1. Deutsches Bier, jaaaaa was würde ich für ein leckeres Radler hier geben
2. Deutsches Essen. So ein leckerer Braten mit Klössen und dunkler Soße oder ein Schnitzel das wäre was
3. Eine Heizung!!!
4. Unser großes Bett zuhause. Mein Bett hier besteht glaube ich nur aus Metallfedern, Schaumstoff ist nicht vorhanden, so merkt man jede Feder. Dazu kommt noch das, das Bett quietscht, jedes mal wenn man sich Nachts nur im Bett auf die andere Seite dreht quietscht das Bett. Und da ich hier einen nicht so tiefen Schlaf habe ist das manchmal arg nervig.
5. Deutschland, jaja wenn man in Deutschland ist meckert man immer. Aber ich meine England ist kein Entwicklungsland, aber an so manche Sachen gewöhnt man sich einfach in Deutschland.
Ich sag euch Deutsche Häuser können nirgend übertroffen werden wie hier die Häuser gebaut sind da fragt man sich echt was machen die. Bis ich die Tage auch noch meine 2te Tür mit Klebeband abgeklebt hatte zog es in meinem Zimmer immer noch wie am Bahnhof, das ist zwar etwas besser geworden aber naja einen guten Windzug merkt man immer noch.
Was auch noch dazu kommt hier liegt überall Muell, auf den Strassen auf den Gruenflaechen überall. Wir haben es schon aufgegeben die kleine Gruenflaeche vor unserem Haus sauber zu halten da immer wieder Dosen usw liegen. Dazu kommt noch das man hier keine Muelltonnen hat. Die Muellabfuhr kommt einmal die Woche und wenn wir zuviel Muell haben muessen wir die Säcke einfach vor die Tür stellen, 3 Säcke dürfen wir die Woche verbrauchen. Und Müll wird hier auch nicht getrennt, es wird einfach alles zusammen geschmissen.
Zwar gibt es hier auch schöne Seiten wie das eigentlich alles läuft und man net soviel Papierkrieg hat wie in Deutschland, aber trotzdem muss ich sagen ich mag Deutschland :P

Uih jetzt habe ich doch wieder soviel geschrieben :P Fotos habe ich diesmal keine evtl spaeter muss gleich wieder in Kurs

Montag, 8. Oktober 2007

Die Uni geht los

So nun ging dann die Uni richtig los. Ist schon alles etwas anders als in Deutschland. In den Sprachkursen sind wir 7-14 Leute niemals mehr, dass ist schon was ganz anderes und die Lehrenden stellen sich hier auch viel mehr auf die Studenten ein. Ständig bieten sie einem zusätzliche Unterstützung bei Problemen usw an.
In unserem Marketing Kurs " Marketing Strategy and Management" sind wir etwas mehr Leute so um die 50. In unserem Seminar "Britian and the European Union" sind wir aber wieder nur 15 Leute. Also perfekte Gruppengroessen. Zu den Sprachkursen ist zu sagen das sie schon sehr viel abverlangen, gerade fuer mich der jetzt nicht so stark in Englisch ist. Wir muessen in diesen Kursen auch extrem viel assignments abgeben immer so um die 3-5 Stueck und schreiben dann am Ende noch ne Klausur. Die assignments sind recht unterschiedlich, von Essays zu Interviews mit native Speakern über mündliche Test hin zu Lebenslauefen usw.
Der Marketing Kurs ist auch ganz anders als bei uns. Als ich sie gefragt hatte ob auch quantitative Methoden dran kommen, daher ein bissl was zu rechnen, was bei uns bestimmt >60 % ausmacht sagte sie nur das es gar nichts zu rechnen geben wird auch SPSS oder Excel wird nicht verwendet. Der Kurs ist rein qualitativ, daher nur viel Text. Dort müssen wir auch eine Wissenschaftliche Ausarbeitung zu einem Thema unser Wahl erstellen, bis Mitte November das wird auch was da mindestens 20 Wissenschaftliche Journale dafür gelesen werden müssen. Ich habe mich für das Thema "branding" entschieden da dies mich auch schon in Deutschland eher interessierte. Am Freitag hatten wir dann auch dir erste Stunde wo wir den ersten Wissenschaftlichen Ausschnitt bekommen hatten und dann ist es hier nicht so das man Frontalunterricht hat sondern es werden immer mitten drinnen Fragen gestellt und man hat Zeit diese kurz zu bearbeiten. Ein Script gibt es auch nicht wie in Deutschland. Da war ich dann auch das erste mal ein bissl am Boden, weil ich mit dem Wissenschaftlichen Text und dem Zeitdruck nicht so klar kam. So hatte ich gerade mal 4 der 7 Seiten gelesen als die anderen schon fertig waren. Auch hat es mich etwas geärgert das ich einige Fragen hätte beantworten könne, ja ich Strecke mich ja gerne in Marketing war ja in Deutschland schon so :), aber einfach nicht über das Vokabular verfügte. Naja aber was solls das wird schon noch.
Jetzt komme ich zu dem anderen Interessanten Seminar "Britian and the European Union" hier geht es um das Britische Staatssystem und die Stellung zur EU auch im Business Kontext. Ich muss sagen ich war schier enttäuscht in dem Seminar. Nicht von dem Referenten oder dem Thema sondern von den Engländern. Als er am Anfang fragte wer schon mal in Politik unterrichtet wurde in der Schule und ein bisschen was weis, hatte sich gerade mal einer der 13 Engländer gemeldet. Keine gute Quote. Ok ich dachte noch, ok vielleicht hat sich keiner getraut... aber falsch gedacht. Als dann eine Amerikanerin ernsthaft fragte ob Großbritannien in der EU ist musste ich mir das lachen etwas verkneifen. Wir reden hier von Studenten die im 3ten Jahr BWL studieren, net einfach von Leuten von der Strasse. Eine Engländerin stellte auch dann fest das sie keinen Euro haben und daher ja gar nicht in der EU sein können :) so brueller gabs noch mehr... auch als der Professor uns vorstellte und niemand der Studenten was mit Frankfurt anzufangen wusste musste ich den Kopf schütteln. Ich meine ok man brauch Frankfurt net kennen aber wenn man im 3ten Jahr Bwl studiert sollte man Frankfurt als einen der wichtigsten Finanzstandorte Europas kennen alleine schon wegen der Börse, die mit London zu den wichtiges zählt, der ECB oder dem Flughafen, naja. Richtig los ging dann der Kurs wie bei uns in der Schule und die Engländer waren richtig begeistert so hörten sie Dinge wie Gewaltenteilung das erste mal und als dann der Prof auch noch erklärte was für ein Staatssystem in England vorherrscht waren sie hin und weg. Das führte dann auch dazu das der Prof. uns ständig dran genommen hatte und wir die Fragen zu GB beantworten mussten. Hört sich vielleicht etwas komisch an, aber ich denke das man wissen sollte welches Staatssystem man hat, was Gewaltenteilung bedeutet oder ob man in der EU ist oder nicht.
Am Ende sind wir auch noch vor zu dem Prof. der sehr pro EU ist und hatten länger mit ihm geredet er hatte selbst gesagt das er total entsetzt über das wissen der Studenten jedes Jahr aufs neue wieder ist und wenigstens versucht ein bissl was mit dem Seminar gut zu machen. In dem Seminar gibt es auch eine 5 Tägige Exkursion nach Holland, Belgien, Luxemburg, Schweiz wo man die Europäische Kommission usw besichtigt. Da ich auch nicht zuviel Geld ausgeben wollte hatte ich erstmal gesagt das ich nicht mit will. später hatte er gesagt das es die Möglichkeit gäbe ein Stipendium zu bekommen, das dieses aber nur für wenige Studenten gibt und eigentlich nicht für nicht Engländer. Naja als wir dann noch länger mit ihm geredet hatten war er sehr angetan von dem was wir alles wussten. Und dann sagte er auf einmal er schaut mal was er für uns wegen dem Stipendium machen kann :) und schwups heute kam die Zusage, zwar steht die ganze Höhe noch nicht fest aber das ist schon mal was. Mussten dann heute gleich die Flüge buchen, hatten dort auch Glück und fliegen für 85 Euro hin und zurück.
Ok jetzt erstmal genug zur Uni. Was ist noch so passiert, hmmm. Also alles eigentlich wie immer ich bin hier sehr viel am Sport machen. 4-5 mal die Woche, da man hier ja kein Fernsehen oder Inet hat muss man sich halt anders beschäftigen. So gehen wir immer joggen, mit anderen Fussball spielen, Squash spielen, Mountain Walking oder Climbing.
Dann kommen wir auch gleich mal dazu ich hab letzte Woche das erste mal Squash gespielt, ich kann euch sagen man ist das anstrengend, puuuuh und ich habe ne total schlechte Rückhand. Aber ist echt gut gemacht hier, man kann soviel Sport machen. So haben wir für die Squash Halle mit Schläger gerade mal 3 Euro bezahlt, da kann man sich nicht beschweren. Ansonsten waren wir auch am Samstag wieder Mountain Walken. Wieder ein Tagestrip.
Man kann hier bei den Trips zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Taster, easy, medium, hard. Wir dachten uns ach komm nehmen wir die schwerste mögliche Stufe. Keine sehr weise Entscheidung, da sie auch die Erfahrung vorher nicht überprüfen sondern man muss nur über Wanderschuhe und passende Kleidung verfügen. Wir hatten uns auch extra ne wasserdichte Wanderhose hier gekauft, die sich als Gold wert, auf dem Trip herausstellte.
In einer Gruppe sind hier immer 2-3 Erfahrene Teamleader die, die Gruppe betreuen und dann max 15 Leute. Unser Teamleader sah schon etwas verrückt aus, dass hätte uns schon stutzig machen sollen. Naja dann ging es los zu den Aberfalls, Wasserfaellen hier im Gebirge. Aus dem Bus raus ging es dann gleich los, aber man braucht hier nicht von wandern sprechen, das war fast joggen die hatten ein Tempo drauf, ganz übel und das mit Rucksäcken beladen. Schnell laufen ist ja so schon anstrengend, aber das querfeldein. So gings dann auch gleich los durch einen Wald und dann in Richtung Berg auf ganz engen Steilpässen, wo gerade mal eine Person laufen kann und es rechts und links steil bergab geht und das in dem Tempo. Da muss man ständig aufmerksam sein. Als wir dann Berge hoch mussten, die eine Steigung aufwiesen die ich schon als 60 Grad bezeichnen würde, wurde mir ganz anders und immer Tempo Tempo!! Angehalten wird nicht! Dazu kam dann noch, das wir teilweise auch Felsvorsprünge hoch klettern mussten. Und man manche Passagen nur seitwärts bewältigen konnte wenn man sich an Steinen lang hangelte und das alles ungesichert :). Wäre ja kein Problem wenn nicht alles nass gewesen wäre. Eine Hammertour, danach fühlt man sich als könnte man die Welt hinter sich lassen und ist einfach nur begeistert. Das ganze ging auch keine 1-2 Stunden sondern wir reden von 6:30 die wir unterwegs waren. Am Ende tragen einen einfach nur noch die Beine wenn man die ersten Stunden überwunden hat. Am Ende kann man auch gar nicht mehr langsam laufen sondern das Tempo macht einem nichts mehr aus. Ob ich es nochmal mache, weis ich nicht aber nicht da es 2 heikle Situation gab und eine lustige :) Ich bin einmal beim runterlaufen bis zu den Knien in einem Moor versunken. Aber das macht ja nix, wir sahen aus. Voller Schlamm, geschwitzt und meine Schuhe waren nass, aber wenigstens warm :)
Der Aufstieg auf insgesamt 4 Bergspitzen verlief recht reibungslos bei mir, zwar super anstrengend aber nix passiert. Beim Abstieg sah das dann aber anders aus. Aufgrund des hohen Tempos, dem Nassen und der Steigung war dies eine recht rutschige Angelegenheit für mich. Das erste mal hatte ich mich bei einem Felsvorsprung hingelegt außer das ich mir das Knie verdreht habe und ein paar Schrammen aber nix schlimmes passiert. Beim Zweiten mal mussten wir wieder einen Fels überwinden wo es ein "bissl" runter ging und man musste quer die wand lang und sich an Steinen festhalten, wäre ja noch gegangen aber die Wand lief Wasser runter, daher war es sehr rutschig und ich hatte mich natürlich gut hingelegt und dann auf dem Boden lief meine Hose voller Wasser, naja ging kein weg dran vorbei ich musste da rüber. Zwar noch ein bissl geschockt, weil es schon locker 5-6 meter runter ging aber naja hatte es dann doch geschafft und es ging weiter. Wie gesagt ein unglaubliches Gefühl danach. Momentan befinde ich mich glaube ich eh auf meinem sportlichen Höhepunkt, ich hoffe mal das sich das fortsetzen wird. Danach war ich auch etwas stolz das ich die Tour geschafft hatte und als wir dann im Schnellschritt zusammen zum Bus gelaufen sind und wir alle richtig gut aussahen und die anderen geschaut hatten, hatte es sich gelohnt. Wie gesagt daher mal sehen vielleicht wird es doch wieder die Harte Tour :)
Ok dann höre ich hier auch mal wieder auf werde die Tage dann wieder was berichten und morgen noch Bilder dazumachen muss jetzt heim und mir was zu essen machen.

Jaja steil ging es bergauf
beim ersten Berg oben angekommen

Natur Pur
Ganz rechts oben ist unsere Gruppe
Steil bergab ging es
Unsere Gruppe
Unsere Wanderwege
Fix und fertig
kurze Rast, bevor es weiter bergauf ging
Auf einem der Berge oben angekommen
Weiter unten, da gab es noch Bäume

Die Aberfalls
Unser Teamleader
Ein Teil unserer Gruppe



Bis dann

Steven

Dienstag, 2. Oktober 2007

Viel ist passiert

So viel ist passiert die letzten Wochen, ich unternehme hier soviel mir kommt es schon vor als würde ich hier schon mehr als ein Monat leben.
Die ersten 2 Wochen waren auch sehr anstrengend so das ich mich auch ein bissl freue das nun wieder mit den Beginn der Uni heute einigermaßen geregelte Tagesabläufe eintreten.
Wo fange ich am besten an Hmmm? Wo hatte ich den aufgehört :)
Also letzten Montag begann bei uns die Einfuehrungswoche an der Uni die eigentlich recht gut organisiert war. Wir hatten einige Infoveranstalltungen wo wir in die Abläufe in der Uni usw eingeführt wurden. Man muss sagen das man hier noch sehr wie ein kleines Kind behandelt wird, was aber auch daran liegt das hier viele Studenten noch sehr sehr jung sind und wir zu den ältesten gehören. So haben wir z.B. 1 Std. lang erzählt bekommen das wir nicht abschreiben dürfen oder wie wir Pakete hochheben sollen um auf unsere Gesundheit zu achten. Auf der großen Infoveranstalltung wurde sogar gesagt das die Damen Nachts, falls Feueralarm ist Unterwäsche tragen sollen und das man nur protected Sex haben soll, sowas könnte man sich wohl an einer Deutschen Uni nicht vorstellen, aber ich muss sagen so wie sich hier viele Englische Studenten geben kann ich das sehr gut verstehen.
Zu unserer Business School ist zu sagen das es sehr schön ist und alle Professoren bisher sehr nett waren, so wurden auch einige Ausflüge für uns organisiert. Ich hatte auch länger mit einer Professorin geredet, die mit einem Professor unserer Uni ihren Ph.D. gemacht hatte, sie hatte mir auch gesagt das man studieren in England überhaupt nicht mit Deutschland vergleichen kann. So ist hier z.B. der aller grösste Hörsaal der Uni 150 Personen groß, bei uns ist er glaube ich 600 Personen groß. Auch fällt man hier eigentlich nirgends durch und schafft sein Studium fast immer in der Regelstudienzeit. Die Durchfallquoten liegen bei 2-3 %, wenn man sich das mal vorstellt, bei uns in Frankfurt liegen sie teilweise bei >75 % und 30-40 % sind eigentlich normal. Jetzt kann man denken es liegt an der guten Betreuung aber die Professorin war recht ehrlich, die Professoren werden hier pro Kopf bezahlt das heißt lassen sie jemanden durchfallen senken sie ihr eigenes Gehalt und es würde sich auch nicht gut für den Ruf der Uni machen wenn viele durchfallen und dies würde weniger Studenten=weniger Geld bedeuten. So bekommt hier jeder zig weitere Chancen falls er doch mal durchfällt. Sie hat mir auch gesagt das die Deutschen regelmaessig die besten hier an der Business School sind. Also mal sehen, ich denke für uns wird es zwar nicht ganz so leicht wegen den Sprachbarrieren, aber mal sehen.
Ich habe hier auch meinen Stundenplan nun zusammengestellt und meine Kurse gewählt.
Ich habe 3 Sprachkurse gewählt: "Advanced Speaking and Listening", "Advanced Grammar and Writing Skills", " Business English" und 2 Bwl Kurse einmal "Marketing Strategy and Management" und " Britian and the European Union" wo wir auch im November ein bissl durchs Land Reisen und wo es um das Britische Staatssystem geht, was mir sehr wichtig war weil wenn ich schon hier bin will auch was von Land und Leuten mitbekommen und lernen. Zu den Sprachkursen ist zu sagen das wir dort sehr sehr viel machen, von Interviews zu Telefonaten, Geschäftsbriefen usw, also eine sehr gute Vorbereitung denke ich mal für mein späteres Berufsleben. Mal sehen heute habe ich dann ja das erste mal Business English. Unseren Stundenplan haben wir auch recht gut gelegt so das wir immer Montags frei haben und Freitags nur die ersten 4 Wochen was haben. Wer jetzt denkt man sind die faul!!! Mehr Kurse als 5 hätten wir hier eh nicht wählen können und man sagt in jedem Fach hat man noch 100 Std selbstständiges Arbeiten.
Sport mache ich hier auch sehr sehr viel, so habe ich mich am Mittwoch auch bei 2 Sports Union angemeldet. Ich mache hier Mountain Walking, wo wir jeden Samstag Tagestouren machen und dann mache ich noch Climbing was ich immer Mittwochs Abend habe und Sonntags Tagesausflüge machen. Dazu gehe ich hier noch 2 mal die Woche mit den anderen Joggen. Zusätzlich wollte ich mich noch im Fitnessstudio anmelden, aber da hatte ich bisher noch keine Zeit mal vorbei zu gehen. Da kann man auch viele andere Sachen wie Squash usw machen. Das Studio ist auch von der Uni. Generell hat man hier ja kein Fernsehen, Internet nur in der Bibliothek und kein Telefon, das heißt es wird manchmal recht still und langweilig Abends, daher ist es ganz gut sich zu beschäftigen, daher gehe ich hier viel Abends mit Freunden weg. Es ist ganz normal sich Abend im Pub auf ein Bierchen zu treffen und ein bissl über den Tag zu sprechen. Die Stille zuhause hat sogar dazu geführt das ich wieder lese, ein Mafia Roman auf English der immer packender wird. Auch mal so von den elektronischen Medien abgeschnitten zu sein ist eine ganz schöne Erfahrung, da wird einem mal klar wie viel Zeit man manchmal im Internet verschwendet wo man viel bessere Sachen machen könnte. Ich hoffe das ist auch eine der Erfahrungen die ich hoffentlich mit nach Deutschland nehme.
Dann komme ich mal zu den Ausflügen der letzten Tage wo ich später auch noch ein paar Bilder reinstellen werde.

Letzte Woche sind wir zu einer nahe gelegenen Burg gejoggt wir dachten sie wäre etwas näher so das wir dann aber doch recht lange unterwegs waren. Sehr schön zu betrachten. Generell gibt es hier sehr viele Burgen die von Edwin dem I gebaut wurden, auf seinem Feldzug durch Wales ( Ich hoffe ich hab richtig aufgepasst )


Am Freitag waren wir dann mit der Business School, die für Internationale Studenten eine Tour zu einer nahen gelegenen Stadt organisiert hatte in Conwy. Dort steht auch eine recht berühmte Burg und 2 berühmte Häuser. Dort waren wir dann mit einer Gruppe von einem Koreaner, 3 Spaniern, einer Pollin, einem Malediver und wir 2 Deutschen unterwegs. Eine recht lustige Truppe so das wir gleich ausgemacht hatten uns mal so zum Fußball in nächster Zeit zu treffen. Dort waren wir dann noch in einem alten berühmten sehr gut erhaltenen Haus aus dem Mittelalter und haben das kleinste Haus der Welt gesehen, dazu stelle ich dann auch noch Bilder rein.
Am Samstag ging es dann auch wieder weiter unser Welfare Adviser hatte einen Trip durch Snowdonia (dem Nationalpark hier in der nähe) organisiert. Einfach nur unglaublich die Landschaft hier, so schön hatte ich es mir nicht vorgestellt ich denke da sprechen dann auch die Bilder eher für sich.
Am Samstag Abend war es dann so weit: meine Wenigkeit hatte ja am Sonntag Geburtstag, klar musste das ausgiebig gefeiert werden und ich kannte ja schon soviel Leute das mir die Entscheidung wenn ich einladen soll echt schwer gefallen war. So wurde es dann die Gruppe mit der ich bisher am meisten zu tun hatte, ja es sind überwiegend Deutsche aber wichtig war erst einmal sich an dem Abend wohl zu fühlen. Da aber auch noch nicht Deutsche dabei waren haben wir natürlich der Fairness halber auch Englisch gesprochen.
So begann meine Party dann Abends um 20 Uhr bei uns in der Wohnung. Es kamen insgesamt 16 Leute. Was etwas problematisch war da wir nur 8 Glaesser und 4 Tassen hatten, aber da konnten wir uns dann auch arrangieren. Auch hatten wir nicht genug Stühle aber dann haben wir halt einfach auf dem Boden gesessen.
Meine Freunde hier unten hatten mich zu erst mit einer Schweinchen Torte beschert. Am Abend wurde ich dann gezwungen in ein Prinzesschen Outfit zu schlüpfen. Den Spitznamen hatten sie sich hier für mich überlegt da ich mich mal für den Pub noch extra schick gemacht hatte. So durfte ich dann den Abend mit einer Krone und einer Prinzessin Schleife rumlaufen. Aber ich bin ja für kein Spaesschen zu gut :)
Außerdem fällt das hier in England überhaupt nicht auf. Ich hatte mich schon gewundert warum Woolworth das ganze Jahr Faschingsartikel führt, ganz einfach die Engländer laufen hier ständig verkleidet rum. In dem Pubs gibts ständig Kostümpartys und in den Discos trifft man immer mal verkleidete Leute als Supermann, Fee oder sonst was. JaJa so dachte ich tue ich mal einen Schritt zur Integration, jaja die Englaender sind verrückt. Erlaubt ist hier alles was Spaß macht. Als ich dann Abends mit dem Outfit mich ins Nachtleben gestürzt hatte waren die Türsteher sogar so begeistert das ich keinen Eintritt zahlen musste :)
Da die Diskotheken hier ab 12 Uhr niemanden mehr rein lassen und um 2 Uhr schließen ging die Party dann noch bei uns zuhause weiter so das ich erst um halb 5 im Bett war. Eigentlich nicht schlimm wenn ich mich am nächsten Tag nicht zu einem Mountain Walking Trip angemeldet hatte zum höchsten Berg England und Wales. Aber naja wer trinken kann, kann dann auch aufstehen.. So stand ich dann nach 3 Std. noch etwas beduselt auf und wir machten uns auf den Weg zum Trip. Dort fuhren wir dann zum Snowdon. Und die Wandertour ging los, da es unser erstes mal war durften wir nur die Taster Session mitmachen, aber puhhh so müde wie ich war echt anstrengend. Die ganze Tour ging auch 8 Std. JAAAAA 8 Std wandern!!!!!! Und das ging noch verdammt steil hoch. Aber für diese Aussicht hat es sich gelohnt! Echt Klasse da kommen dann auch noch Bilder, einfach nur gigantisch die Berge und im Hintergrund das Meer. An guten Tagen kann man vom Gipfel sogar bis Dublin schauen. Sehr geschafft und mit einer riesen Blase am Fuß ging es dann wieder heim. Nächste Woche mache ich dann wieder eine Tour, dort machen wir dann aber die Schwere Strecke die auch teilweise Klettern mit den Händen usw beinhaltet. Total geschafft dann zuhause angekommen bin ich erst einmal ins Bett und hatte 13 Std. geschlafen. Gestern hatte ich dann einen ruhigen Tag gemacht und war ein bissl im Internet und hatte die Bilder etwas sortiert. Abends sind wir dann nochmal für ne Stunde in Pub und nein ich trinke nicht immer Bier dort, gestern war es nur ne Cola :)
Und dann sind wir schon wieder bei heute angekommen wo ich etwas aufgeregt bin wie denn mein erster Uni Tag wird...

Zu mir persönlich noch ein bissl was, auch wenn ich mich wiederhole. Es war wirklich die richtige Entscheidung bisher hier nach England zu gehen die ganzen neuen Eindrücke, mal auf sich selbst gestellt zu sein und sich in einer fremden Umgebung mit fremden Leuten zu recht zu finden, wo man sie Sprache nicht richtig kann ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich bereue es sogar etwas das ich mich sowas nicht vorher mal gewagt habe.
Alle ängste die ich vorher hatte sind total unbegründet. Es ist hier nicht wie in Deutschland wo man im Englischkurs sitzt und jeder nur darauf wartet das man einen Fehler macht. Hier spricht man einfach obs richtig oder falsch ist das merkt man dann wenn man redet, entweder es wird verstanden oder nicht, falls nicht versucht man es halt nochmal und merkt es sich. Die Leute sind auch keineswegs sauer wenn man Fehler macht, zwar schmunzeln sie manchmal, aber sie wissen in Deutschland würden sie es auch nicht besser machen. Und wenn ich so sehe was ich mit meinem schlechten English Kenntnissen hier hin bekomme muss ich sagen wir sind in Deutschland schon gut vorbereitet. Die Asiaten tun sich hier viel schwerer da es halt eine ganz andere Sprache ist. Was mich auch gewundert hat man trifft hier Walliser oder Engländer die Deutsch können. Was mir bisher auch erspart geblieben ist, was evtl. auch etwas dran liegt das es eine kleine Studentenstadt ist, sind irgendwelche Rassistischen Bemerkungen gegen Deutsche. Ja die Engländer mögen die Deutschen ja eigentlich nicht so, hatte ich auch zuvor in vielen Berichten gelesen, aber ich denke so Probleme hat man dann eher in den Grossstaedten.
Ich muss sagen ich hab hier noch keinerlei Gewalt gesehen bisher, nirgends sind Leute die in den Strassen stehen und Leute dumm anmachen wie man es in Frankfurt findet. Zwar strecken die Engländer immer ein bissl weit die Brust in den Discos raus, aber wenn man darauf nicht eingeht hat man eigentlich bisher keine Probleme.
Auch Nachts kann man hier ganz alleine rumlaufen ohne eine unwohles Gefühl haben zu müssen wie manchmal in Frankfurt. Ich hoffe das dies auch so bleiben wird.
In unserem Häuschen haben wir uns auch schon gut eingelebt langsam fühlt man sich auch wohl. Zwar ist es leider sehr kalt in der Wohnung aber nachts mit dicken Wollsocken geht es. Leider können wir Nachts auch nicht heizen, da die Heizung keine Regulierung hat so das wir immer nur mal ne Std hochheizen und dann wieder ausmachen. Ja das kann hart sein wenn man immer morgens duscht :)
Auch die Fenster sind nicht richtig abgedichtet, so das ich bei mir ein Fenster am Rahmen mit alten Geschirrhandtuechern ausgestopft hatte und dann Klebeband drüber. Nun zieht da kein Wind mehr rein, vorher dachte man man steht am Bhf in meinem Zimmer so hatte es gezogen. Das gleiche werde ich heute dann auch noch mit meinem Fenster drunter machen. Ja man wird hier sehr erfinderisch. Was wir hier schon gebastelt haben :D
So jetzt habe ich bestimmt wieder was vergessen zu schreiben was mir wieder spaeter einfaellt...
Ich komme eh später noch einmal online und werde Fotos dazustellen, leider hatte ich gestern meinen UsbStick verliehen.

So dann hoffe ich es geht euch allen gut soweit.
Achso meine Handynummer hier unten ist :00447517209395 ich schaue aber auch immer 1 mal am Tag auf meine Deutsche Nummer da könnt ihr SMS zum Deutschen Tarif hinschicken.
Ansonnten freue ich mich auch über Kommentare hier auf dem Blog. Ist immer mal schön was aus der Heimat zu hören, tja wenn man mal im Ausland war ist man froh aus Deutschland zu kommen auch wenn wir in Deutschland immer meckern ;)
Achso weitere Kontaktdaten sind 297004680 ICQ und steven.ffm@hotmail.de für msn.

Gruesse Steven





Hier sind wir zu Penrhyn Castle gejoggt


Der Snowdonia Trip


Unsere Gruppe bei dem Conwy Trip


Conwy

Die Burg in Conwy


Das kleinste Haus


Mein Geburtstag ein paar der Leute







In der Stadt nach meinem Geburtstag ja ich war nicht der einzige :)


Der Mountain Walking Trip geht los



Mountain Walking


Was ne Aussicht




Oben angekommen!!




Montag, 24. September 2007

Ich kann in der Bibliothek ins Inet :-)

So nun kann ich endlich ins Internet :)

Viel ist die letzten Tage passiert so das ich garnicht weis wo ich anfangen soll. Ich fange mal da an wo der letzte Bericht aufgehoert hatte. Am Abend waren wir noch bei einer weiteren Wohnungsbesichtigung, eine 5 er Wg unsere Hoffnung das die Wohnung besser aussieht als die andere wurde leider nicht bestaetigt. Die Wohnung war auch verdreckt und in einem misserablem Zustand. Da dort aber bereits 3 andere Studenten gewohnt haetten waere es trotzdem noch unsere 1. Wahl gewesen. Zur Besichtigung der Wohnung kamen auch gleich 8 andere Studenten noch nicht gerade gute Bedingungen fuer eine Zusage... Als wir dann mit dem Markler die Wohnung besichtigten (er selbst hatte auch mal Bwl angefangen zu studieren) sagte er uns auf Nachfrage das wir keine guten Chancen haetten da wir nur fuer 1 Semester und nicht fuer 2 bleiben wuerden. Dies erschwerte uns ja generell die Suche sehr. Zwar ein Rueckschlag aber wenigstens war er ehrlich. Da wir uns bereits ueber die misserable Wohnungslage im klaren waren und von anderen hoerten was diese teilweise fuer Mieten zahlen, ja >450 Euro fuer ein 6 qm Zimmer kommen hier nicht selten vor, entschieden wir uns fuer die Wohnung die wir als erstes gesehen hatten, die in einem misserablen Zustand war. Wir wollten ja aber auch nicht zu anspruchsvoll sein, schliesslich weis man ja das es nur fuer einen bestimmten Zeitraum ist. So machten wir uns dann direkt nach unserem Einzug ans putzen, ja man kann echt 2 Tage lang am Stueck nur eine Wohnung bis Nachts um 1 Uhr putzen. Wir kratzten teilweise die Fugen im Bad etwas aus um den Schimmel weg zu bekommen und zogen teilweise das Silikon ab. Auch mussten wir noch einiges umstellen und reparieren. Aber zum Glueck lies uns MR. Roberts, unser Vermieter, ein aelterer sehr netter lustiger Mann seine Toolbox da. So durften wir dann auch gleich am ersten Tag eine Tuer zu einem Zimmer aufbrechen, weil der Vormieter den Schluessel nicht abgegeben hatte.
Auch der Rest der Wohnung war etwas im argen aber da stelle ich lieber Bilder rein, die sagen denke ich mal mehr :-)
Ein paar vorher nacher Bilder :) Mist ist nur jetzt kann ich mich wenn ich wieder komme nicht mehr bei Sabs vorm putzen druecken ;-)










Ja das soll ein Herd sein ;) , nach 2 Stunden putzen war es dann auch einer









Unser Esszimmer








Mein Zimmer, ist recht schoen geworden kann man sich wohlfuehlen :) . Ich hab sogar einen Kamin der zwar nicht geht aber wie sagte der Vermieter "its for the atmosphere"









Unser Wohnzimmer








Unser Haus von aussen

Unser Vermieter war dann aber so nett und hat uns die erste Wochenmiete erlassen, und die erste Prepaidkarte fuer den Strom bezahlt. Das Geld was wir dort gespart hatten und leider noch etwas mehr, hatten wir dann in Wohnung investiert. Wir brauchten ja fast alles neu. Zum Glueck gibt es hier einen Woolwort wo wir alles sehr guenstig kaufen konnten, zwar nicht die beste Qualitaet aber es muss ja auch nicht so lange halten. So sieht mein Zimmer mit ein paar Postern nun sogar wohnlich aus und die ganze Wohnung geht nach dem putzen und dem neu gestalten nun. Ach was ich noch vergessen hatte wir wohnen noch mit einem Chinessen zusammen einem Phd Studenten. Ein Typischer Chinesse halt. :)

So dann komme ich mal zur Stadt. Die Stadt hier ist sehr schoen, groeser als Gedacht, aber immernoch klein. Man findet hier alles was das Herz bergehrt und die Leute hier sind alle sehr sehr nett. Dadurch das die Stadt auch kleiner ist trifft man immer wieder Leute die man bereits kennt.



Da hinten das ist die Uni mitten auf dem Berg den wir jeden Morgen hoch laufen muessen :(
Am Freitag waren wir hier auch mit einigen anderen Studenten in der Disco zwar besteht unsere Freundeskreis noch ueberwiegend aus Deutschen, aber Belgier, Spanier, Schweden und Oestereicher sind auch immer dabei, so dass wir dann auch ab und an Englisch untereinander sprechen.
Zwar ist es noch sehr verlockend immer auch mal wieder Deutsch zu reden aber von Tag zu Tag wird es dann auch immer besser mit dem Englisch. Zur Disco ist zu sagen das sie alle Klischees erfuellt die man von einer Englischen Disco erwarten kann. Als wir rein kamen wurde schon gleich ein Englaender von den Tuerstehern rausgebracht. Auch wurde die erste betrunke Englaenderinn um ca. 23 Uhr an allen vieren aus der Disco getragen und lag zitternt am Eingang wo bereits Rettungsanitaeter warteten. Auch von der Kleidung ist zu sagen einfach grausam. So tragen hier die Englaender eh fast alle nur Trainingshosen und die Englischen Frauen gehen nach dem Motto vor verdammt wenig kann auch mehr sein. Maedels bei der Kaelte mit Hotpans sieht man nicht selten, das gaze waere ja schoen anzuschauen wenn hier nicht so viele Englaenderinnen stark uebergewichtig waeren.

Am Samstag truddelten dann die ganzen Studenten in die Stadt ein und die Strassen und Pubs sind von dem Tag an massig ueberfuellt. Noch schlimmer als Sachesenhausen aber fast in der ganzen Stadt. 10 000 Studenten in einer Stadt die 12 000 Einwohner hat, das muss man auch mal gesehen haben. Die ganze Stadt ist generell eh fuer Studenten ausgerichtet so findet man hier von einem Aldi und Lidl, bis zu anderen Studentenlaeden, 20 Pubs und 3 Discotheken und das fuer eine Stadt dieser Groesse. Gestern waren wir in einem Pub wo auch Charaoke gesungen wurde was hier oefter vorkommt. Der Pub war total ueberfuellt und die Leute waren alle am singen und Party machen, einfach eine unglaubliche Stimmung und so konnten wir uns auch nicht mehr zurueckhalten und groellten bis Nachts die Englischen Lieder mit :)
Generell muss ich sagen muss man hier echt aufpassen das man nicht zuviel weg geht und sich auch mal einen Tag Ruhe goennt. Die ersten Tage waren eh fuer uns sehr anstrengend so das wir staendig muede waren. So haben wir es bisher geschafft an 6 von 8 Tagen weg zu gehen oder uns mit Freunden zu treffen und heute folgt Tag 7 von 9 dann :)

Zu mir persoenlich ist zu sagen das ich mich sehr sehr wohl hier fuehle, bis auf ein bisschen Heimweh was mich am Samstag Morgen mal gepackt hatte muss ich sagen bin ich sehr zufrieden. Mit dem Englisch komme ich viel besser klar als gedacht und auch alle anderen Befuerchtungen haben sich nicht erfuellt. Bis auf das schlechte Wetter denke ich wird das hier ein sehr angenehmes halbes Jahr.

Dann will ich nun auch nochmal was zur Uni sagen. Unsere Freeshers Week hat heute gestartet, 1 Woche in der wir etwas in die Uni eingefuehrt werden bevor es dann richtig losgeht.

Die Uni ist einfach super ein ganz alltes Schloss (Burg) so genau weis man das nicht und sieht total schoen von innen aus. Rundherum sind immer kleine Depatments wo dann teilweise die Lehrtstuehle sitzen. Heute hatten wir auch eine Einfuehrung im grossen Gebaeude und dann anschliessend haben wir den BWl Lehrstuhl beim Lunch kennen gelernt. Die Proffesoren sind hier ganz anders als in Frankfurt. Als wir uns etwas verlaufen hatten kam uns ein aelterer Mann entgegen der uns gleich geholfen hatte und uns zur Veranstalltung fuehrte. Auf dem Weg stellte sich dann heraus das er der Studiendekan des Bwl Lehrstuhl ist. Auch die anderen Proffesoren die uns dann vorgestellt wurden waren alle im T-Shirt und Jeans und total nett, sie waren alle staendig am lachen und es war eine sehr entspannte Atmosphere. Wir hatten dann auch gleich jeder einen Personal Tutor zugewiesen bekommen. Das ist ein Proffesor oder Dr. der einen betreut und wo man 2 mal im Jahr zum Gespraech hin geht sie sind so das Madchen fuer alles und eine Art Vertrauensperson. Sie kuemmern sich dann um einen, helfen einem und erkundigen sich immer mal ob alles in den richtigen Bahnen laeuft. Ich bin mal gespannt, ich habe eine Frau bekommen und muss dann Ende der Woche zu einem persoenlichen Gespraech. Auch zur der Ausstattung der Uni ist einfach nur zu sagen HAMMMER :) alles ganz neu und total schoen gemacht. Ueberall haengen flat screens oder es stehen Leder Couch da. Auch Teppich oder Laminat darf natuerlich nicht fehlen :D wir waren heute zum Gespraeche in einem lecture room (Vorlesungssaal) Die Raeume sehen besser aus als mancher Konferenzraum. So sind sie mit der neusten Technik ausgestattet und die Sitze sind sogar gepolstert und es liegt Teppich in den Raeumen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt werde ich mal ein Bild hier reinstellen.
So jetzt schreibe ich schon viel zu viel und viel zu lange :) daher hoere ich mal hier auf. Ich hoffe eucht geht es in Deutschland allen gut. Ich werde dann die Tage wieder was neues hier reinstellen.

Beste Gruesse
Steven
Ps. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie bahalten :)