So noch 7 Tage dann werde ich das schöne Bangor erst einmal bis Januar verlassen...
Dann fange ich erstmal wieder da an wo ich das letzte mal aufgehört habe. Nachdem Sabrina wieder abgereist war begann eine recht stressige Zeit für mich. In der Uni wurde wie bereits vorher gut angezogen. So hatte ich innerhalb von 10 Tagen, 3 assignments, 1 coursework und eine Präsentation zu machen. Die assignments gingen von Telefonaten, über grammar reviews zu job applications und Cvs. Alles wieder eine super Vorbereitung fürs wahre Lebe. Bei dem phoning task mussten wir aus 20 Möglichkeiten, 2 auswählen und dort anrufen. Dies waren Fahrpreisauskuenfte Touristen Information usw. also echte Telefonate. Danach mussten wir dann einen Bericht über die Informationen die wir erlangt haben und die Schwierigkeiten schreiben. Bei der job application sagt es eigentlich schon der Name wir mussten Bewerbungen schreiben auf Englisch mit Anschreiben und Lebenslauf, auch ne gute Uebung da es dort auch bestimmte Dinge gibt auf die man achten muss. Der schlimmere Teil der Aufgaben war die Coursework für meinen Kurs "Marketing Strategy and Management". Hier mussten wir eine Wissenschaftliche Hausarbeit über bestimmte Themen schreiben die wir dann selbstaendig einschränken mussten. Hierfür mussten wir dann eine gewisse Anzahl an Wissenschaftlichen Texten aus Journalen benutzen. Schon nicht so einfach da das richtige zu finden. Ich hatte mich von Anfang an für Branding entschieden als Thema. (jetzt wird es etwas technisch) Nur wie schränke ich das jetzt ein? Zuerst wollte ich als Thema nehmen. "Der Einfluss von branding im Konsumgütermarkt" und dort auf den Einfluss von Discountermarken aufmerksam machen. Naja hierzu hatte ich nur 3 Wissenschaftliche Texte gefunden und wir sollten mindestens 10 verwenden, also ging die Suche weiter. Das nächste Thema was ich mich interessiert hatte war "Die Verwendung von branding in der Werbung um Wettbewerbsvorteile zu erlangen" naja wieder das gleiche gerade mal einen Text dazu gefunden. Naja so musste ich mir dann doch ein etwas allgemeineres Thema suchen und nahm "Brand equity" (Markenwert). Hierzu fand ich dann einige Journale, nun war die Frage wie diese verlinken und welche Struktur soll die Arbeit haben? Naja die Journale die ich dann gefunden habe passten nicht perfekt, aber ich denke das ich am Ende eine recht gute Zusammenstellungen hinbekommen habe. Nachdem ich Anfangs erst einmal geklart hatte was Brand equity ist und die verschiedenen Sichten erklärt hatte, machte ich mich an die Frage ob messbare und nicht messbare Attribute einen Einfluss auf den Markenwert haben und wie stark diese sind, im nächsten Teil hatte ich geklärt wie man den Markenwert berechnen kann und habe dann in dem schwersten Teil versucht mehrere Wissenschaftliche Erkenntnisse zu verlinken und einen Zusammenhang zwischen customer loyalty, trust and brand equity (Kundentreue, Vertrauen und Markenwert) herzustellen. Im nächsten teil bin ich dann auf eine Anwendung von Brand Equity im Co-Brannding (2 Marken verlinken) eingegangen und habe im letzen Teil an einem realen Beispiel gezeigt wie Brand Equity gebildet wird. Mal sehen wie es geworden ist fuer die Hausarbeit hatte ich knapp 16 Journalauszuege mit je 5-16 Seiten gelesen, auf Englisch also so um die 130 Seiten :) und wenn man teilweise nur ein englisches Wort falsch versteht ist die These schon falsch. Naja mal sehen was dabei rauskommt. Stolz bin ich auch jeden Fall so ne Arbeit auf Englisch geschrieben zu haben. Sie hatte mich auch nochmal richtig Kraft gekostet und ich hatte mehrere Tage bis Nachts um 4 Uhr dran gesessen, mein bester Freund war zu der Zeit Mr. Kaffe :)
Hier der link zu der Hausarbeit falls sie sich mal jemand anschauen möchte:
Hausarbeit- Marketing Strategy and Management
Naja die naechste grosse Aufgabe in der Uni war dann eine Präsentation auf Englisch zu halten. Uih da hatte ich ja bevor ich hier her bin ganz schön angst davor... Naja das gute war wir durften uns das Thema aussuchen und der fachliche Hintergrund musste nicht ganz so stark erklärt werden. Naja so nahmen wir in Business English als Thema das vorstellen einer neuen Firmenstrategie. Ich konnte mir es auch da nicht nehmen lassen wieder etwas mit Marketing Bezug zu präsentieren und machte anfangs eine STP ( Segementing, Targeting, Positioning), aber natürlich nur mit imaginären Daten, da es das Konzept ja nicht gab. Wir waren 3 Leute in der Gruppe und jeder musste 5 Min präsentieren. Vom Gefühl her ist die Präsentation sehr gut gelaufen, sie hatte danach keine Fragen an mich gestellt und das Feedback der anderen war auch sehr gut, auch hatte ich nicht einmal gestockt. Mal sehen da bekomme ich dann morgen die Note. Noch 2 Sachen dann habe ich das langweilige Thema Uni abgeschlossen :) In "Britain and the Eu" unserem Kurs hatten wir letzte Woche eine Wiederholungsstunde, da der Kurs bis auf die Klausur im Januar rum ist und wie sollte es auch anderes sein...
in dem Kurs wussten die meisten Britten auch nach 4 Monaten und einer Exkursionen immer noch nichts... naja so hab ich mich ständig gemeldet und musste öfter die Fehlaussagen der anderen korrigieren, naja so macht man sich net gerade beliebt aber bei den Fragen konnte ich mir das net verkneifen... Im Unterricht hatte er dann auch gesagt: "nicht immer der Steven! Und der Steven kann nicht für euch alle die Klausuren schreiben!" Da war ich schon etwas stolz als Ausländer in einem Brittischen Kurs, wo es teilweise um Brittische Staatskunde geht und trotz Sprachbarrieren Klassenbester :) jetzt muss ich nur noch bei der Hausarbeit und der Klausur reinhauen um auch die Erwartungen zu erfüllen :) Der nächste Brüller kam am nächsten Tag in Marketing. Uns wurden Case Studies verteilt über die wir eine Präsentation diese Woche halten müssen. Und zu wem kommt sie mit der einzigen Case Study wo auch Unternehmensvertreter drüber schauen :) zu unserer Gruppe ( Wir und noch 3 Britten). Net schlecht :) Als ich sie dann aber gefragt hatte was wir denn jetzt genau herausfinden sollen und welche Daten wir auswerten sollen. Ich dachte da an irgendwelche Auswertungen wie wir es in Frankfurt machen, sagte sie es soll alles nur sehr allgemein sein und wir sollen nix machen was dann sonst keiner im Kurs versteht. Naja ok also nix besonderes auch net schlimm muss ich keine Nächte durchackern. Was ich aber am lächerlichsten fand, sie sagte wir können das dann in unseren Lebenslauf schreiben, ich meine so oberflächlich wie das behandelt wird echt lächerlich, aber naja das ist Great Britain. Ich habe mir dann noch das schwerste Thema bei uns rausgesucht und versuche jetzt ganz oberflächlich eine Zukunfts -Marketing Strategie zu entwickeln, weil sie meinte das dies niemand letzes Jahr hinbekommen hat. Die Firma von der ich rede ich "First Class" sie entwickeln Lernplattformen für Schulen auch was ganz neues weil für Dienstleistungen haben wir das so in der Uni noch nicht gemacht. Also mal sehen, was ich die nächsten Tage so herausfinden kann. Nicht das der falsche Eindruck ensteht und denke net das ich der tollste bin, aber ich muss sagen das man hier merkt das wir in Frankfurt an der Uni ein recht gutes Handwerk beigebracht bekommen haben auch was Motivation, Arbeitsorganisation, Fachwissen und analytisches Denken angeht. Und damit kann man hier einfach punkten, da hier das Studium sehr oberflächlich und allgemein gehalten wird, reden können sie alle viel aber wie sie Thesen auch bestätigen können lernen sie hier erst im Masterstudium. Man kann hier wirklich auf absoluter Sparflamme fahren und kommt trotzdem gut mit. Wenn ich da dran denke das ich in Frankfurt teilweise 6-8 Wochen vor Klausuren nicht mehr weg gehe, alle persönlichen Dinge einschränke und 6-7 Tage die Woche jeden Tag bis Nachts in der Bibliothek verbringe, das wäre hier unvorstellbar oder man würde dafür ein wesentlich besseres Feedback (noten) bekommen als bei uns. Aber gerade dies, war hier auch mal richtig schön nach den teilweise wirklich stressigen Semestern in Frankfurt, hier auch mal einige Gänge runter zu schalten und auch mal alles etwas lockerer angehen zu können. Ich sage auch ganz ehrlich ansonsten hätte ich auch kaum was vom Land gesehen und hätte nicht so viele Leute kennen gelernt und darum ging es in diesem Auslandsaufenthalt ja auch um viele neue Erfahrungen die einen persönlich auch weiter bringen zu machen und die habe ich definitiv gemacht.
Ok jetzt aber erstmal genug von der Uni.
die Zugfahrt die 6 Stunden dauert hin und zurück zusammen nur knapp 40 Euro bezahlt, sowas kann man sich in Deutschland niemals vorstellen wo man schon fast nur um außerhalb von Frankfurt zu fahren, einfach 8-9 Euro bezahlt. Naja Edinburgh war eine verdammt schöne Stadt, sogar mit die schönste hier bisher und wir hatten recht viel besichtigt. Wir haben sogar Haegis probiert eine schottische
Spezialität die man mal probiert haben muss. Sie wird aus allem vom
Schaf gemacht was sonst keiner will :P Innereien usw. Naja schmeckt ganz ok, aber nichts was man jeden Tag essen muss. Mit unserer Jugendherberge hatte wir auch wirklich Glück gehabt zwar war sie etwas außerhalb dafür aber für den Preis super ausgestattet. Am Samstag hatten wir uns dann auch ins Nachtleben geschmissen nachdem uns einige einheimische eine Disco empfohlen hatten und ich echten Schottischen Whiskey getrunken habe. Die Disco war echt Klasse! 4 Floors in einem alten Kellergewölbe und so kam es das wir bis morgens um halb 4 dort waren, wäre ja nicht so schlimm aber wir waren erst um halb 5 dann zuhause und mussten das Zimmer am nächsten Tag schon wieder um kurz nach 9 räumen :( . Naja was soll's Abends ging es dann wieder zurück nach Bangor. Die letzte Woche jetzt hatte ich mich nochmal etwas ins Nachtleben geschmissen und war noch auf einigen Partys um noch einige Leute hier nochmal zuAchso am Freitag Mittag war ich auch nochmal mit Soeren und Tobi in Liverpool. Auch eine sehr schöne Stadt! Dort hatten wir dann ein altes Marine Museum besichtigt und waren beim Beattles Museum, wo wir nicht rein sind da der Eintritt 15 Euro war. Ansonsten haben wir uns noch die
Puhh jetzt habe ich wieder soviel geschrieben. Naja in 7 Tagen mache ich mich dann auf nach Barcelona um Sabrina zu besuchen und komme hoffentlich nochmal in den Genuss von dem schönem Wetter in Spanien :) Danach geht es dann am 21ten Dezember nach Hause. Am 9ten Januar geht es dann wieder zurück nach Bangor. Ich musste etwas umdisponieren wegen einem möglichen Vorstellungsgespräch und einem hoffentlich anschließenden Praktikum . Daher fliegen wir nicht wie geplant am 7ten sondern am 9ten und gleich nach London und werden dann dort 2 Tage verbringen und dann mit dem Zug weiter nach Bangor. Ganz zurück geht es dann endgültig am 26ten Januar. Die meisten werde ich ja eh sehen wenn ich dann in Deutschland bin zwischen den Jahren.
So verbleibe ich mit Grüssen,
Steven












